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Bayern München ist auch in der 56. Bundesliga-Saison der klare Favorit. Die Münchner streben den siebenten Meistertitel in Folge an. Am Freitagabend empfangen sie zum Auftakt Hoffenheim.

Bayerns Klubchefs machten sich öffentlich Gedanken - über (zu) hohe Transfersummen, den möglichen Umbruch auf höchster Ebene und ihren neuen Vorarbeiter Niko Kovac. Vor der zeitnahen Zäsur im Organigramm des Rekordchampions hat Präsident Uli Hoeness Respekt. "Das wird eine schwierige Zeit. Die wichtigste Aufgabe wird sein, den Klub in der Führung in den nächsten zwei, drei Jahren auf die Zukunft vorzubereiten." CEO Karl-Heinz Rummenigge ist bis Ende 2019 gewählt, Hoeness' Amtszeit endet im November des gleichen Jahres. Keiner der beiden Charakterköpfe äusserte sich bislang konkret zur eigenen Agenda.

Die einheimische Konkurrenz ist in der Bayern-Zentrale nicht das Hauptthema - das hingegen erstaunt nach dem über sechsjährigen Münchner Monolog an der Bundesligaspitze niemanden. Dass der FCB in Europa in den wichtigsten Momenten seit dem Champions-League-Triumph vor fünf Jahren im Wembley gegen Dortmund von spanischen Kontrahenten düpiert worden ist, beschäftigt Uli Hoeness mehr als die nationalen Gegenspieler.

Die präsidialen Voten in einem "Sky"-Talk beinhalten eine Prise Frust. "Ich möchte Champions-League-Sieger werden, aber ich möchte mir das nicht mit Schulden erkaufen. Wenn wir 500 Millionen auf dem Konto hätten, würde ich trotzdem keinen 200-Millionen-Transfer machen." Bist jetzt hält er Wort, der deutsche Primus verhielt sich im global überhitzten Markt passiv.

Noch hält die Führungscrew einen personellen Umbau nicht für nötig, noch genügt die Substanz, um das Feld der durchaus ambitionierten bis selbstbewussten, aber qualitativ nicht gut genug bestückten Verfolger unter Kontrolle zu halten. Kovac, in Frankfurt mit topseriöser Arbeit und dem Finalcoup im DFB-Cup gegen den FC Bayern (3:1) aufgefallen, führt den Titelhalter als Nachfolger der Trainer-Ikone Jupp Heynckes mit harter Hand und punktet mit überdurchschnittlicher Rhetorik.

Im Schlepptau des Serienmeisters tun sich die Zweit- und Drittbesten der letzten halben Dekade schwer mit einer klaren Profilierung. Schalkes viel gerühmter Coach Domenico Tedesco gibt sich trotz Platz 2 in der vergangenen Kampagne betont kleinlaut. "Meister werden die Bayern, weil sie schlicht das beste Kader haben." S04-Chef und Milliardär Clemens Tönnies schliesst sich der Mainstream-Haltung im Interview mit dem Magazin "11Freunde" an. "Wir sind doch kein Bayern-Jäger. Wir bemühen uns nur, konstant unsere Arbeit zu machen und guten Fussball zu spielen."

Guten Fussball? In Dortmund sehnen sie sich danach. Über 70 Millionen Euro investierte der BVB und installierte den grossen Hoffnungsträger Lucien Favre. Knapp drei Jahre nach seinem Ausstieg in Mönchengladbach ist der Westschweizer Coach das beste Argument für den erhofften Fortschritt. Gleiches hat Amtskollege Julian Nagelsmann im Sinn. Der 31-Jährige schlug eine Anfrage von Real Madrid aus und macht vor seinem Transfer zu Leipzig mit der TSG Hoffenheim stattdessen eine neunmonatige Ehrenrunde. "Es ist mein Ehrgeiz, dass meine Zeit hier allen in guter Erinnerung bleibt."

Die Hoffnung lebt - nicht nur im Kraichgau, auch in Frankfurt. Doch am Main hat die Eintracht ihren Cupsieger-Bonus bereits verspielt. Ein 0:5 im Supercup gegen die Bayern im eigenen Stadion, dann die Cup-Blamage des Jahrzehnts gegen den Viertligisten Ulm. Adi Hütter muss sich nach dem Titelrausch mit YB mutmasslich mit der anderen Seite der Tabelle auseinandersetzen.

Auch ohne die beiden inzwischen auch offiziell zweitklassigen Schlagzeilenproduzenten Köln und Hamburg ist beste Unterhaltung garantiert. In der Schweizer Fohlen-Filiale am Niederrhein, die Borussia beschäftigt inzwischen fünf SFV-Protagonisten, kann sich das Ensemble von Dieter Hecking keine dritte Klassierung ausserhalb der europäischen Zone mehr leisten. Mönchengladbachs Umfeld träumt von mehr, die Hemmschwelle für Beschwerden ist spürbar tiefer.

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SDA-ATS