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Beat Feuz kann am Samstag das wertvollste Double im Abfahrts-Weltcup realisieren: Sieg in Wengen und eine Woche später Sieg in Kitzbühel.

"Kitzbühel ist die schwierigste Strecke der Welt, neben dem Lauberhorn eben d e r Klassiker", sagt Beat Feuz. Unnötig zu erwähnen, dass hier die Siege etwas mehr zählen als andernorts, wo es zwar auch 100 Weltcuppunkte für den Gewinner gibt, wo aber nicht annähernd so viel Renommee zu holen ist.

Die Lauberhorn-Abfahrt in Wengen hat Feuz am letzten Samstag zum zweiten Mal nach 2012 gewonnen, am kommenden Samstag visiert er den ersten Erfolg auf der legendären Streif an. Dieses Ziel verbindet ihn mit dem Norweger Aksel Lund Svindal, der in Kitzbühel schon zweimal einen Super-G gewann, aber die Abfahrt ebenfalls noch nie. Achtmal ist Feuz bisher auf der Kitzbüheler Streif angetreten, Svindal gar zwölfmal, doch beide schafften es nur ein einziges Mal aufs Podium: Svindal 2014, Feuz 2016.

Vor einem Jahr schien Feuz auf dem Weg zum triumphalen Erfolg. Am Hausberg lag er nach nahezu perfekter Fahrt 0,72 Sekunden voraus, doch in der Traverse zum Zielhang wählte er eine Kampflinie, die es angesichts seines Vorsprungs gar nicht mehr gebraucht hätte. Der Emmentaler landete im Fangnetz, glücklicherweise ohne gravierende Verletzung.

Feuz will nichts erzwingen

"Der Zwischenfall ist schon lange vergessen", sagt er heute. Die verpasste Chance habe ihn geärgert, aber er verarbeitete den Abflug relativ schnell: "Schliesslich bin ich ja nur zwei Wochen später in St. Moritz Weltmeister geworden." Feuz ist ohnehin keiner, der mit dem Pech der Vergangenheit hadert. Wäre er ohne seine zahlreichen Verletzungen über die Runden gekommen, hätte er vielleicht zu Siegen in Dimensionen eines Marcel Hirscher angesetzt. Doch für ihn selber sind solche Spekulationen kein Thema. Er akzeptiert die Situation so wie sie ist und schaut lieber nach vorne, denn nur dort kann er etwas ausrichten. Das ist im Moment viel mehr als auch schon: Seine letzte schwerere Verletzung, ein Teilabriss der Achillessehne, datiert von September 2015.

"Man darf es nicht erzwingen und muss gut Skifahren", so lautet die Vorgabe, die sich Feuz für Samstag gibt. Er bleibt auf dem Boden: "Svindal war in in diesem Winter ein kleines Stück besser." Der Norweger ist wie er zweifacher Saisonsieger, stand aber im Gegensatz zu ihm in allen fünf Abfahrten auf dem Podest. "Und dann", so Feuz, "gibt es noch einige andere, die hier schnell sein können." Beispielsweise die Italiener, die von den letzten fünf Kitzbüheler Abfahrten drei gewannen. Dominik Paris, in der Abfahrt der einzige Saisonsieger neben Feuz und Svindal, siegte 2013 und im letzten Winter, Peter Fill 2016.

Würde Feuz am Samstag triumphieren, befände er sich in exklusiver Gesellschaft. Erst 12 Fahrer haben in der gleichen Saison sowohl in Wengen als auch in Kitzbühel siegen können. Unter ihnen befinden sich drei Schweizer: Roland Collombin 1974, Franz Heinzer 1992 und als bisher letzter überhaupt Didier Défago 2009. Unerreicht bleibt indes die Serie, die Österreichs Abfahrts-Legende Franz Klammer hinlegte. Von 1975 bis 1977 gewann der Kärntner dreimal hintereinander sowohl am Lauberhorn als auch auf der Streif. Didier Cuche, mit fünf Erfolgen der Rekord-Abfahrtssieger in Kitzbühel, war in Wengen nie siegreich.

Einfach wird die Aufgabe für Feuz auch diesmal nicht. "Als ich hier das erste Mal angetreten bin, war ich brutal nervös. Es erging mir zwar nicht wie einst Cuche, der im Starthaus am liebsten wieder hinten hinaus gegangen wäre. Aber es war schon ganz speziell. Und auch nach all diesen Jahren bleibt es sich eigentlich gleich. Die Anspannung ist noch immer riesig, grösser als an anderen Orten. Tiefenentspannt steht man in Kitzbühel nie am Start."

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SDA-ATS