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Das Wallis war 2016 die beliebteste Tourismusregion für die Gäste von Bed-and-Breakfast-Anbietern in der Schweiz. (Archiv)

KEYSTONE/ARNO BALZARINI

(sda-ats)

Die Talsohle bei den europäischen Gästen scheint für die Schweizer Bed-and-Breakfast-Anbieter inzwischen erreicht zu sein. Kritisch bleibt aber der Trend zu Kurzaufenthalten. Trotz mehr Gästen gingen die Übernachtungen 2016 leicht zurück.

Die Zahl der Gäste von Bed and Breakfast Switzerland (BnB) stieg im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent auf 171'854 an. Die 912 Verbandsmitglieder mit ihren 5777 Betten verbuchten dabei 396'017 Logiernächte. Das entspricht einem Rückgang um 0,1 Prozent.

Generell hat sich damit der Trend zu kürzeren Aufenthalten noch einmal akzentuiert. Im Schnitt blieben die Gäste 2,3 Nächte. Im Vorjahr waren es noch 2,4 Nächte gewesen, wie der Verband in seiner Mitteilung vom Mittwoch festhält.

Immer kürzere Aufenthalte

Wie schon 2015 übernachteten 2016 die Gäste aus Osteuropa am längsten, so verbrachten etwa Besucher aus der Slowakei im Schnitt 6,7 Nächte in einem BnB. Die Schweizer blieben durchschnittlich nur 2,1 Nächte.

Kaum Veränderungen gibt es bei der Herkunft der Gäste. Wie bereits im vergangenen Jahr stammte auch 2016 mehr als die Hälfte der Gäste aus dem Inland. Der Anteil einheimischer Gäste erhöhte sich leicht um 1,2 Prozent auf 53 Prozent.

Stabilisiert hat sich die Zahl der Gäste aus den restlichen europäischen Ländern, wie der Verband festhält. Nachdem 2015 der starke Franken noch für einen Rückgang von 7,2 Prozent gesorgt hatte, stabilisierte sich der Anteil der europäischen Gäste 2016 bei 37,8 Prozent.

Die Zahl der Logiernächte von Deutschen - sie sind mit 15,7 Prozent weiterhin die zweitwichtigste Gästegruppe - nahm zwar noch einmal leicht ab. Der Rückgang konnte aber durch mehr Gäste aus den Niederlanden und aus Österreich kompensiert werden.

Talsohle erreicht

"Wir sind froh, dass die Talsohle erreicht wurde und sind zuversichtlich, 2017 wieder mehr Gäste aus Europa für unser einmaliges Angebot begeistern zu können", lässt sich Geschäftsführerin Dorette Provoost in der Mitteilung zitieren.

Nach einem massiven Einbruch im Jahr 2015 hätten die Betrieb zudem wieder mehr Besucher aus Russland begrüssen können. 4,8 Prozent der Gäste kamen aus Asien, 3,4 Prozent aus Amerika, 0,7 Prozent aus Ozeanien und 0,3 Prozent aus Afrika.

Beliebteste Schweizer Tourismusregionen bei den BnB-Gästen waren wie im Vorjahr das Wallis mit 12,1 Prozent der Logiernächte, vor der Innerschweiz (11,6 Prozent) sowie Genf und Genferseeregion (19,1 Prozent). Dahinter folgten das Berner Oberland, der Aargau, das Tessin und der Kanton Graubünden mit jeweils rund 8,5 Prozent der Logiernächte.

SDA-ATS

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