Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die Gegner der Waffeninitiative werten deren deutliche Ablehnung als Vertrauensbeweis für Schützen sowie als Bekenntnis zur Armee. Bei den Initianten mischt sich die Enttäuschung mit dem Stolz über die erreichten Verschärfungen im Waffengesetz.

"Das Schweizer Volk lässt sich nicht entwaffnen", kommentierte der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler. Für den Co-Präsidenten des Nein-Komitees handelt es sich um ein Nein zu einer "Waffeneinsammelaktion".

Für die Präsidentin des Schweizerischen Schiesssportverbandes (SSV), Dora Andres, stellt das Resultat ein Vertrauensbeweis dar. Den Schützen und Jägern werde der verantwortungsvolle Umgang mit Waffen zugetraut. Auch als "Entscheid für die Armee" interpretiert Hans Schatzmann, Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG), das Abstimmungsresultat.

Erfolge trotz Nein

Die Befürworter verweisen ihrerseits darauf, dass diese Verschärfungen ohne Initiative kaum Tatsache geworden wären. "Wir haben viel erreicht", sagte Rosmarie Zapf, Präsidentin der Frauenorganisation alliance F und erinnerte daran, dass es noch bei der Einreichung der Initiative fast unmöglich gewesen sei, die Armeewaffe im Zeughaus zu lagern. Heute erhielten die Soldaten auch keine Munition mehr nach Hause.

Viele Forderungen seien über Gesetzesanpassungen in den letzten Jahren erfüllt worden. Überdies habe die Initiative auch zu einer Sensibilisierung geführt.

SP kündigt Vorstösse an

Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) verlangte von den Gegnern, dass sie "Lösungsvorschläge für das Problem der Waffengewalt" präsentierten. Die meisten Befürworter hielten fest, dass die Gegner für ihre Kampagne deutlich mehr Mittel zur Verfügung gehabt hätten als die Befürworter.

Die SP, die als einzige Bundesratspartei die Initiative befürwortet hatte, strich hervor, dass das Begehren viel bewirkt habe. Für weitere Anliegen will die Partei mit Vorstössen kämpfen.

Auch aus Sicht der Grünen haben die Gegner mit Erfolg den Mythos des bewaffneten Schweizers heraufbeschworen und damit besonders auf dem Land Zustimmung gefunden.

SVP: Keine weiteren Verschärfungen

Die bürgerlichen Parteien begrüssten derweil das Resultat einhellig. Für FDP-Präsident Fulvio Pelli hat sich das Schweizer Stimmvolk für Eigenverantwortung und gegen Bürokratie ausgesprochen. Die BDP wertet das Nein aus den gleichen Gründen als "richtiges Zeichen".

SVP-Präsident Toni Brunner sieht im Resultat ein Bekenntnis zur Milizarmee und der Schützentradition in der Schweiz. Das "sehr restriktive" Waffengesetz funktioniere und das habe das Stimmvolk verstanden, hielt CVP-Präsident Christophe Darbellay fest. Aus seiner Sicht liess sich das Stimmvolk nicht von "emotionalen Argumenten der Linken" täuschen und bewies damit Reife.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS