Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Drei nationale Behindertenorganisationen haben gegen das Heilbad Unterrechstein in Grub AR Klage eingereicht. Das Heilbad hatte Behinderten den Zutritt verweigert. Der Behindertenverband Procap St. Gallen bestätigte die Klagen gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz von Radio DRS.

Zuerst muss sich das Vermittleramt als Friedensrichter mit den Klagen befassen. Eingereicht haben sie die schweizerischen Organisationen Procap, Pro Infirmis und Insieme.

Ein Sprecher von Procap St. Gallen sagte allerdings im Regionaljournal am Samstag, dass die Behindertenorganisationen einen Richterspruch anstreben. Den Entscheid des Amts warte man indessen ab. Seitens der Badverantwortlichen war für das Radio niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Klagen gehen auf einen Vorfall Anfang Jahr zurück. Mit der Begründung, sie störten andere Gäste, verweigerte das Bad einer Gruppe behinderter Kinder einer heilpädagogischen Schule den Zutritt.

Gemäss Urs Bösch, dem Leiter der betroffenen Schule aus Heerbrugg SG, war dies kein Einzelfall. Zuvor wurden Kinder seiner Schule auch im Heilbad St. Margrethen SG abgewiesen. Die Schule sah von einer Klage ab.

"Teilweise abstossend für die Gäste"

Aufsehen erregten nach dem Bekanntwerden des Falls Aussagen des Geschäftsleiters des Bades Unterrechstein in den Medien. Im "St. Galler Tagblatt" wurde er mit den Worten zitiert, einzelne Behinderte hätten sich "nicht im Griff". Und: "Das ist teilweise abstossend für die Gäste."

Der Gemeinderat von Heiden AR distanzierte sich in der Folge vom Heilbad Unterrechstein und verlangte von dessen Leitung eine Entschuldigung bei der Schule. Die Badleitung gab bekannt, sie lasse nach Voranmeldung wieder Gruppen behinderter Kinder ins Bad.

SDA-ATS