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Düsseldorf - Die nordrhein-westfälische Landesregierung erhebt schwere Vorwürfe gegen die Veranstalter der Loveparade und die Stadt Duisburg. Der Veranstalter hat nach ersten Erkenntnissen die Vorgaben seines eigenen Sicherheitskonzeptes nicht eingehalten.
Dies geht aus dem vorläufigen Bericht der Polizei Duisburg zu dem Loveparade-Unglück hervor, der am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellt wurde. Minutiös und zum Teil unter Tränen schilderten Innenminister Jäger und Polizei-Inspektor Dieter Wehe die Vorgänge am Eingangsbereich des Tunnels zum Veranstaltungsgelände, wo am Samstag die Massenpanik entstand und 21 Menschen zu Tode kamen.
Laut Jäger musste der Loveparade-Veranstalter im Verlauf des Nachmittags die Polizei um Hilfe bitten, weil er den Rückstau von Festivalbesuchern am Zugang zum Veranstaltungsgelände nicht mehr auflösen konnte.
Wie Polizei-Inspektor Wehe erklärte, wurden die Ordnungshüter des Veranstalters danach in Absprache mit der Polizei angewiesen, die Zugänge vor dem Tunnel zu schliessen, als die Lage immer kritischer wurde. Dies sei jedoch nicht geschehen.
Pusher drückten nichtGleichzeitig sei der Weg aus dem Tunnel auf das Festgelände blockiert gewesen, da dort eine Menschenmenge den Weg aus dem Tunnel nicht frei machte, sagte Wehe weiter. Nach dem Sicherheitskonzept der Veranstalter hätten Ordnungshüter - sogenannte Pusher - die Menschen dazu bringen sollen, auf die Freifläche zu gehen.
Als die Situation ausser Kontrolle geriet, habe der Veranstalter die Polizei zu Hilfe gerufen, sagte Wehe. Zu dieser Zeit sei der Druck der Massen im Bereich des Übergangs vom Tunnel auf eine Rampe zum Festgelände aber bereits unerträglich geworden. Viele Menschen hätten über eine Treppe am Tunnelausgang zu fliehen versucht.
"Ausschliesslich am Fuss der Treppe erhöhte sich der Druck so stark, dass es zu den Todesopfern kam." Diese seien nach derzeitigen Erkenntnissen in der Menschenmenge erstickt, erklärte Wehe, dem dabei die Stimme versagte.
Innenminister Jäger betonte, die Verantwortung für die Geschehnisse auf dem Festgelände und damit für die Todesopfer trage allein der Veranstalter. Dies verhalte sich ähnlich wie die Aufsicht in Stadien bei Fussballspielen.
Veranstalter zurückhaltendLoveparade-Chef Rainer Schaller reagierte zurückhaltend auf die Vorwürfe. Diese müssten nun sehr genau geprüft werden, teilte er mit. Die Darstellung von Innenminister Ralf Jäger werfe "viele Fragen auf".

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SDA-ATS