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In einem venezolanischen Gefängnis sind bei gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Häftlingen mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte Venezuelas Innenminister Tareck El Aissami am Dienstag.

Zu den Unruhen in der Haftanstalt "El Rodeo I" in der Nähe von Caracas kam es bereits am Sonntagabend. 20 bis 30 Häftlinge wurden nach Medienberichten verletzt.

Die Hintergründe blieben zunächst noch unklar. Es wird aber vermutet, dass zwei rivalisierende Gruppen wegen eines Verstosses gegen interne Spielregeln aneinander gerieten. Unter den Opfern soll mindestens ein evangelikaler Geistlicher sein, der versucht habe, den Streit zu schlichten.

Vor dem Gefängnis versammelten sich über 100 Frauen, deren Männer in dem Gebäude inhaftiert sind. Die Gefängnisse in Venezuela sind hoffnungslos überfüllt, wodurch desolate Haftbedingungen herrschen. Auch Aissami räumte ein, dass im Strafvollzug noch sehr viel zu verbessern sei. Dies sei eine wichtige Aufgabe der Regierung.

Nach Angaben einer venezolanischen Nichtregierungsorganisation wurde das betroffene Gefängnis 1979 gebaut. Ursprünglich für 750 Häftlinge ausgelegt, sollen dort heute etwa 3600 Gefangene einsitzen.

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SDA-ATS