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Der Kanton Waadt spricht nach dem spektakulären Ausbruch zweier Häftlinge aus der Strafanstalt in Orbe VD am Donnerstagabend von einer "aussergewöhnlichen Situation". Die Komplizen der Ausbrecher eröffneten offenbar sofort das Feuer auf das Gefängnispersonal.

"Es handelt sich eher um einen Einmarsch als um einen Ausbruch", sagte Regierungsrätin Béatrice Métraux (Grüne) an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz in Lausanne. Hinter dem Ausbruch stünden Vertreter organisierter Kriminalität, die schwer bewaffnet zugeschlagen hätten.

Die Banditen verwendeten Waffen wie in Kriegsgebieten, darunter die als Kalaschnikow bekannte AK-47. Dies sei in der Schweiz noch nie vorgekommen, hielt Métraux fest. Sie kündigte sofortige Massnahmen für das Gefängnis in Orbe VD an.

Das Gefängnispersonal ist schockiert über die Gewalt und muss psychologisch betreut werden. Von den Ausbrechern fehlt nach wie vor jede Spur. Auch das Fluchtauto kam trotz einer Grossfahndung nicht mehr zum Vorschein, wie Jean-Christophe Sauterel, Mediensprecher der Kantonspolizei, sagte.

Unbekannte Komplizen hatten am Donnerstagabend mit zwei Autos die äussere Umzäunung durchbrochen und den Häftlingen mit mitgebrachten Leitern die Flucht über den Sicherheitszaun ermöglicht. Einer der Flüchtigen gilt als Mitglied der berüchtigten Juwelenräuber-Bande "Pink Panthers".

Die Flüchtigen sassen wegen Freiheitsberaubung, Entführung, Raubs, Diebstahls, Geldwäsche und Brandstiftung ein, wie die Polizei mitteilte. Bei den entflohenen Häftlingen handelt es sich um einen 52-jährigen Schweizer und einen 34 Jahre alten Bosnier.

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SDA-ATS