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Die Milizen der libyschen Regimegegner haben die strategisch wichtige Stadt Adschdabija gegen Truppen von Diktator Muammar al-Gaddafi verteidigt. Kritisch ist die Lage aber in der schwer umkämpften Stadt Misrata.

Dort sitzen immer noch rund 3500 Gastarbeiter - überwiegend aus afrikanischen Ländern - fest, berichtete ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am Montag in Benghasi, der Metropole der Regimegegner im Osten Libyens.

Im Hafen von Misrata warteten die Gastarbeiter verzweifelt auf eine Möglichkeit, per Schiff nach Benghasi zu kommen. Auch viele Einwohner wollen fliehen. Die IOM befürchtet eine Massenflucht aus Misrata, wo 400'000 Menschen leben.

Die Truppen von Machthaber Gaddafi setzten den Raketenbeschuss am Montag unvermindert fort. Die Stadt 210 Kilometer östlich von Tripolis wird seit sieben Wochen von Gaddafis Soldaten belagert. In Misrata fehlt es nach Angaben der UNO mittlerweile an Lebensmitteln, Medikamenten und Trinkwasser.

Bei den Kämpfen um die Stadt wurden nach Angaben von Ärzten bisher etwa tausend Menschen getötet. Bei 80 Prozent der Getöteten handle es sich um Zivilisten. Zudem habe es 3000 Verletzte gegeben, erklärte das Spital von Misrata.

Die Rebellen sowie Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch werfen den Regierungstruppen vor, seit vergangenem Donnerstag auch die heimtückische Streumunition einzusetzen, die international geächtet ist. Ihre Behälter öffnen sich in der Luft und setzen viele kleine Bomben über grosse Flächen frei.

Kampf um Adschdabija

Die libysche Führung bestritt, die Bevölkerung anzugreifen. "Wir haben keine Verbrechen gegen unser Volk begangen", sagte Gaddafis Sohn Seif al-Islam der "Washington Post". Sobald die "Terroristen" in Misrata und Benghasi besiegt seien, werde die Macht seines Vaters in einer neuen Verfassung beschränkt, fügte er hinzu.

Auch in den Städten Nalut im Westen und in Adschdabija im Osten des Landes hielten die Kämpfe an. In Adschdabija seien Angriffe der Regierungstruppen zurückgeschlagen worden, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira.

Am Sonntag waren die Aufständischen auf das 80 Kilometer westlich gelegene Brega vorgerückt. Die Regimesoldaten schlugen sie aber zurück und stiessen auf Adschdabija vor. Die Rebellen verfügen über weit weniger moderne Militärtechnik als die Gaddafi-Truppen.

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SDA-ATS