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Belgier Armée gewinnt solo, Froome ohne Mühe

(Keystone-SDA) Sander Armée gewinnt an der Vuelta die 18. Etappe. Der Belgier setzt sich bei der Bergankunft auf dem Alto de Santo Toribio de Liebana 31 Sekunden vor dem Kasachen Alexej Luzenko durch.

Nach einer kleineren Schwächephase am Vortag, als er 42 Sekunden auf den Italiener Vincenzo Nibali verloren hatte, zeigte sich Leader Chris Froome am Donnerstag wieder auf der Höhe des Geschehens. Er wolle in den nächsten Tagen wieder zurückschlagen, hatte der vierfache Sieger der Tour de France nach seinem Rückschlag angekündigt.

Auf dem 169 km langen und mit vier Steigungen gespickten Teilstück im kantabrischen Gebirge zeigte sich Froome wieder erholt. Als mit dem Russen Ilnur Sakarin und dem nimmermüden Spanier Alberto Contador der Gesamtvierte und -fünfte an der zweitletzten Steigung das Tempo verschärften, liess er sich nicht abschütteln. Auf den Schlussmetern des kurzen aber steilen Schlussanstiegs gelang es Froome sogar, seine Führung im Gesamtklassement auf Nibali um 21 Sekunden auszubauen.

Sein Vorsprung vor den letzten beiden Bergetappen und dem flachen Schlussstück am Sonntag nach Madrid auf Nibali beträgt neu 1:37 Minuten. Dahinter folgen der Niederländer Wilco Kelderman (2:17 Minuten zurück), Sakarin (2:29) und Contador (3:34).

Premierensieg für Armée

Tagessieger Sander Armée überquerte die Ziellinie über zehn Minuten vor den Gesamtklassements-Favoriten. Der Belgier gehörte einer ursprünglich 20 Fahrer umfassenden Fluchtgruppe an. Er schüttelte rund 800 Meter vor dem Ziel seinen letzten Kontrahenten ab und bescherte der belgischen Equipe Lotto Soudal so den dritten Etappenerfolg in dieser 72. Vuelta.

Armée hatte sich in der Vergangenheit schon öfters als Ausreisser versucht. Nun wurde der 31-Jährige endlich mit seinem ersten Profisieg belohnt. Bevor er 2007 seine Radsport-Karriere richtig lancierte, hatte er sich erfolgreich als Inline-Skater versucht. 2002 wurde er Europameister im Marathon. Bis er sein erstes Profirennen als Radsportler gewinnen konnte, musste er sich fast zehn Jahre gedulden.

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