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Belgische Gefängniswärter nach Geiselnahme im Streik

In einem Gefängnis im belgischen Andenne haben zwei Häftlinge am Sonntag eine Justizbeamtin als Geisel genommen und mehrere Beamte verletzt. Nach dem Vorfall streikten die Wärter des Gefängnisses am Montag.

Die beiden Gefangenen hatten die Wärter mit einem Messer bedroht, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete. Die Geisel sowie drei weitere Wärter seien verletzt worden.

Einer der beiden Geiselnehmer sei noch auf dem Gefängnisgelände aufgehalten worden. Der andere habe mit der Geisel die Flucht ergriffen und ein Auto gestohlen, sei aber nach etwa einer halben Stunde gestellt worden. Noch am Abend beschlossen die Mitarbeiter des Gefängnisses, die Arbeit niederzulegen.

Umsetzung der Sicherheitsvorschriften mangelhaft

Nach Unruhen im November seien die Sicherheitsmassnahmen im Gefängnis verschärft worden, erklärte ein Vertreter der Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes CSC. Mit der Umsetzung gebe es jedoch Probleme. Die Gewerkschafter wollten am Dienstag Belgiens Justizministerin Annemie Turtelboom und Vertreter der Gefängnisleitung treffen.

Ausbrüche aus Gefängnissen sind in Belgien keine Seltenheit, doch der Fall in Andenne war nach Medienangaben besonders brutal. Im vergangenen Jahr gab es acht Ausbrüche. Die Haftanstalt in Andenne gilt als modern, sie stammt aus dem Jahr 1997.

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