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Enttäuschung für Belinda Bencic zum Ende eines grossartigen Jahres: Die 17-jährige Ostschweizerin verliert ihren ersten WTA-Final in Tianjin gegen die US-Amerikanerin Alison Riske 3:6, 4:6.

Vor allem der Aufschlag funktionierte für Bencic (WTA 35) überhaupt nicht. Mit 52 Prozent landeten viel zu wenige erste Services im Feld - und die zweiten griff Riske, ganz ihrem Namen entsprechend, konsequent an. Die Weltnummer 62 spielte deutlich besser, als es ihr Ranking vermuten liesse. Der Blondschopf aus Philadelphia ist fast eine Kopie der sieben Jahre jüngeren Schweizerin, in dem sie wie diese versucht, die Bälle sehr früh zu nehmen und die Gegnerin so unter Druck zu setzen.

Im ersten Satz gelangen Riske drei Breaks zum 2:1, zum 4:1 und schliesslich zum 6:3. Einzig nach einem Besuch von Vater und Coach Ivan Bencic - auf der WTA Tour ist dies einmal pro Satz erlaubt - gelang Bencic ein kleiner Zwischenspurt vom 1:4 zum 3:4.

Im zweiten Durchgang blieb das Bild ähnlich. Riske, die wie Bencic ihren ersten WTA-Final bestritt, schaffte es zumeist, die Initiative zu übernehmen und die Punkte zu diktieren. Nach einem Doppelfehler geriet die in Wollerau im Kanton Schwyz wohnhafte Schweizerin erneut 1:3 - und dann 1:4 - in Rückstand. Wieder kam Ivan Bencic auf den Platz, und diesmal hielt die Wirkung länger an. Seine Tochter kaum auf 4:4 heran und hatte sogar eine Chance zur 5:4-Führung. Riske behielt jedoch die Nerven und schaffte nach 1:19 Stunde mit einem perfekt gespielten Matchball das entscheidende Break zum 6:4.

Die überraschende Amerikanerin zeigte viele der Qualitäten, die in der Regel auch Bencic auszeichnen. Sie liess sich nie von der Grundlinie zurückdrängen, blieb auch beim Comeback der Ostschweizerin im zweiten Satz ruhig und zeigte viel Übersicht. Die 17-jährige Aufsteigerin des Jahres hingegen fand bei kühlen 14 Grad nicht ihr bestes Niveau und brachte ihre Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung mehr als einmal mit einem zu Boden fliegenden Schläger zum Ausdruck. Lange dürfte der Ärger allerdings nicht anhalten. Wegen der Altersbeschränkung darf sie in diesem Jahr keine weiteren Turniere mehr spielen und darf nun verdiente Ferien planen.

Bencic verpasste die Chance, zur jüngsten Siegerin eines WTA-Turniers seit 2006 (die Österreicherin Tamira Paszek gewann mit 15 Jahren in Portoroz) zu werden. Dennoch war das Turnier in Tianjin für die als Nummer 3 gesetzte Schweizerin ein sehr guter Abschluss eines sensationellen Debütjahres auf der WTA Tour mit dem US-Open-Viertelfinal als Höhepunkt und dem Vorstoss von Platz 212 auf 33 der Weltrangliste vom kommenden Montag.

Der 12. Oktober 2014 wird nun auch nicht als historischer Tag in die Tennisgeschichte eingehen wie der 13. Januar 2002, als erstmals eine Schweizerin und ein Schweizer am gleichen Tag ein wichtiges Turnier gewannen. Damals hatten der am Anfang seiner Karriere stehende Roger Federer und Martina Hingis innert Stunden in Sydney ihren zweiten ATP- respektive 39. WTA-Titel gewonnen. Federer kann im Final von Schanghai (10.30 Uhr gegen Gilles Simon) aus dem Sonntag aber immer noch einen guten helvetischen Tennistag machen.

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SDA-ATS