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In den Schweizer Alpen geht es immer mehr alten Seilbahnen und Leitungen an den Kragen. Armee und Rega haben im Rahmen des Projekts "Remove" (englisch für "Entfernen") seit 2001 bereits über 330 dieser unnötigen Luftfahrthindernisse abgebrochen.

Zum Einsatz kommen jeweils Soldaten mit speziellen Kenntnissen in Seilbahntechnik, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Dienstag anlässlich eines Medienanlasses bei Wilderswil im Berner Oberland bekanntgab.

Dort bricht derzeit ein gutes Dutzend dieser Spezialisten die nicht mehr benutzte Seilbahn Gündlischwand-Iselten ab. Die 2,5 Kilometer lange Bahn ist durch eine Strasse ersetzt worden. Die Spezialisten leisten ihren Wiederholungskurs (WK) freiwillig im Detachement, das die Seilbahnabbrüche bewerkstelligt.

Mehrheitlich habe es sich bei den abgebrochenen Anlagen um kleinere, nicht bewilligungs- und somit auch nicht um rückbaupflichtige Anlagen gehandelt, sagt das VBS. Der Beitrag der Armee bei der Entfernung dieser Anlagen besteht im Abbruch von grösseren Anlageteilen und Transportleistungen.

Die Rega stellt den Projektleiter und Ansprechpersonen auf ihren Basen. Beteiligt ist auch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), das nach einem Abbruch einer Bahn die Luftfahrthinderniskarten nachführt. Das Flugsicherungsunternehmen Skyguide unterstützt "Remove" administrativ.

Im Fall der Seilbahn Gündlischwand-Iselten führt die Luftwaffe 24 Flüge zwischen den Standorten der sechs Masten und dem Installationsplatz durch. Allein das Tragseil wiegt 3,5 Tonnen. Vom Installationsplatz aus wurden die Anlageteile mit Lastwagen ins Tal geführt

Noch viel zu tun

Gegenwärtig befinde sich etwa ein Dutzend weitere Anlagen im Visier der "Remove"-Projektleiter, erklärte das VBS am Dienstag. Das heisse aber nicht, dass das Projekt bald abgeschlossen sei, sagte der Chef Kommunikation des Führungsstabs der Armee, Stefan Hofer: Jedes Jahr kämen neue Anfragen für Abbrüche.

Wie wichtig die Abbrucharbeiten sind respektive wie gefährlich solche Bahnen für die Luftfahrt sein können, zeigte letztes Jahr ein Unfall bei Reichenbach im Kandertal. Dort prallte im Mai 2012 ein Helikopter der Firma Heliswiss gegen das Tragseil einer Transportseilbahn und stürzte ab. Drei Personen starben.

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SDA-ATS