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Das Erdbeben in Mexiko hat im Bundesstaat Oaxaca grosse Schäden angerichtet.

KEYSTONE/AP/LUIS ALBERTO CRUZ

(sda-ats)

Beim schwersten je gemessenen Erdbeben in der Geschichte Mexikos sind über 30 Menschen getötet worden. Das geht aus neuen Zahlen des Katastrophenschutzes und des Gouverneurs des Staates Oaxaca, Alejandro Murat, hervor.

Gemäss Murat sind im Staat Oaxaca 23 Menschen umgekommen. Im Bundesstaat Chiapas wurden bisher sieben Tote gefunden. Zwei Kinder starben im Bundesstaat Tabasco, darunter ein Baby, weil ein Beatmungsgerät in einem Krankenhaus keinen Strom mehr hatte.

Am schlimmsten wurde bisher die Stadt Juchitán im Bundesstaat Oaxaca getroffen, wo 17 Menschen starben. Dort stürzte auch ein Teil des Rathauses ein. Einheiten der Streitkräfte wurden zur Hilfe in die Katastrophenregion geschickt.

Zuvor hatte er die Stärke des Bebens vor der Pazifikküste mit 8,2 angegeben. "Es handelt sich um ein Beben grossen Ausmasses", sagte Peña Nieto im Fernsehen. Für die gesamte Region wurde eine Tsunamiwarnung ausgegeben. Zuvor war von fünf Toten die Rede gewesen.

Das Seismologische Institut hatte zunächst eine Stärke von 8,4 ermittelt. Das ist der bisher stärkste gemessene Wert in Mexiko. Das Beben ereignete sich 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in 19 Kilometern Meerestiefe.

42 Nachbeben

Mexikos Präsident sagte, dass rund 50 Millionen Menschen in Mexiko die schweren Erschütterungen gespürt hätten. Von den 42 Nachbeben sei das stärkste mit einer Magnitude von 6,1 angegeben worden. Der Peña Nieto war umgehend zum Nationalen Katastrophenzentrum gefahren.

In Chiapas und im Bundesstaat Oaxaca riefen die Behörden die Bewohner in Küstennähe dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen, da mit einem Tsunami gerechnet werden musste. Die Tsunamiwarnung umfasste auch mehrere Staaten in Mittelamerika und Ecuador in Südamerika.

Die Erdstösse waren auch im etwa 700 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt sowie in andern Bundesstaaten zu spüren. Auch in Mexiko-Stadt kam es zu zahlreichen Stromausfällen.

Krisensitzung

Präsident Peña Nieto berief Krisensitzungen ein, "um die Lage zu überwachen, zu bewerten und um Massnahmen zu ergreifen". Der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, warnte die Menschen an der Küste der Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas vor Wellen von bis zu 4,20 Meter Höhe.

Vielerorts rannten verängstigte Menschen auf die Strassen. In mehreren Bundesstaaten fällt am Freitag der Unterricht in allen Schulen aus, um die Gebäude auf Schäden zu überprüfen.

Die betroffene Region liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der immer wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird. Das Beben war auch in Mexikos Nachbarland Guatemala stark zu spüren und hatte dort eine Stärke von 7,7. Präsident Jimmy Morales sagte am Freitag im Fernsehen, dass man sich einen Überblick verschaffe.

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SDA-ATS