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Copiapo - Die seit 19 Tagen unter Tage eingeschlossenen Bergleute in Chile haben Staatschef Sebastian Pinera um rasche Hilfe angefleht. "Wir hoffen, dass ganz Chile sich anstrengen wird, damit wir aus dieser Hölle herauskommen", sagte der leitende Arbeiter Luis Urzua in einem Telefonat mit Pinera.
"Herr Präsident, wir sind darauf angewiesen, dass Sie stark sind, dass uns so schnell wie möglich geholfen wird und dass man uns nicht aufgibt", sagte Urzua mit ruhiger und fester Stimme. Den Bergleuten gehe es gut, fügte er hinzu.
"Sie werden nicht alleingelassen, und sie wurden nicht eine Sekunde alleingelassen", verschicherte Pinera dem Arbeiter. "Die Regierung ist bei Ihnen. Das ganze Land ist bei Ihnen und ich möchte Ihnen versichern, dass Ihre Familien begleitet und unterstützt werden."
Pinera sprach im Präsidentenpalast über Funktelefon mit dem Arbeiter. Das Fernsehen zeigte Ausschnitte aus dem Telefonat.
Die Verschütteten wussten weiterhin nicht, dass die für eine Rettung notwendige Bohrung eines neuen Schachts voraussichtlich drei bis vier Monate dauern wird.
Dies sei ihnen noch nicht mitgeteilt worden, sagte Gesundheitsminister Jaime Manalich. "Aber aus unseren Gesprächen kann man schliessen, dass die Bergleute verstehen, dass es lange dauern wird."
Die 33 Bergleute sitzen seit dem 5. August in knapp 700 Metern Tiefe fest. Damals stürzte die kleine Gold- und Kupfermine San José am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste, etwa 850 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago, ein.
Am Montag wurden die Kumpel über einen Schlauch erstmals mit Vorräten versorgt. Bis dahin hatten sie sich von winzigen Mengen Thunfisch und Milch ernährt. Die Bohrung des für Rettung nötigen Schachts soll nach Angaben des Ingenieurs Andres Sougarret, der die Massnahmen leitet, bis zum Wochenende beginnen. Die Bohrung dauert Schätzungen zufolge drei bis vier Monate.

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SDA-ATS