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Berliner Stardirigent Barenboim dirigiert Friedenskonzert in Gaza

Der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper, der israelisch-argentinische Dirigent Daniel Barenboim, hat zum ersten Mal ein Konzert im Gazastreifen dirigiert.

Der 68-jährige Stardirigent gab am Dienstag vor hunderten Palästinensern ein Friedenskonzert mit rund 50 Musikern seiner Berliner Staatskapelle, der Berliner sowie der Wiener Philharmoniker, des Orchestre de Paris und der Mailänder Scala. Auf dem Programm standen unter anderem die "Kleine Nachtmusik" und die Sinfonie Nummer 40 in g-moll von Wolfgang Amadeus Mozart.

Das Konzert im Kulturzentrum El Mathaf hatten palästinensische Nichtregierungsorganisationen in Zusammenarbeit mit der UNO organisiert. Es war das erste derart hochkarätige Konzert in dem von Israel seit Jahren abgeriegelten Palästinensergebiet.

Barenboim hatte vorab erklärt, das Konzert sei ein "Zeichen der Solidarität und der Freundschaft mit der Zivilgesellschaft des Gazastreifens". Es handele sich "in keiner Weise um ein politisches Ereignis".

Barenboim, der palästinensischer Ehrenbürger ist, engagiert sich seit Jahren für einen Friedensprozess im Nahen Osten. Zusammen mit seinem Freund, dem inzwischen verstorbenen palästinensischen Intellektuellen Edward Said, hatte der Pianist und Dirigent 1999 das West-Eastern Diva Orchestra gegründet, in dem junge Araber und Israelis im Alter zwischen 14 und 25 Jahren zusammen musizieren.

Barenboim trat bereits mehrmals im Westjordanland auf, die israelischen Behörden verweigerten ihm aber mehrfach die Erlaubnis, in den von der Hamas regierten Gazastreifen zu reisen.

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