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Bern ergreift Massnahmen nach Flucht von Insassen in St. Johannsen

Dieser Inhalt wurde am 20. November 2009 - 15:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Nach mehreren Entweichungen aus dem offenen Massnahmenvollzug in St. Johannsen BE wird dort die Sicherheit erhöht. Der bernische Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser hat ein ganzes Bündel von entsprechenden Massnahmen vorgestellt.
Bei Eingewiesenen ist im Zweifelsfall vor dem Eintritt in den Massnahmenvollzug eine therapeutische Vorbehandlung im geschlossenen Strafvollzug durchzuführen. Alle aktuellen Vollzugsfälle in St. Johannsen sind auf die Rückversetzung in einen geschlosseren Bereich zu überprüfen.
Die Freizeitbeschäftigung in der Fischereizone ist einzuschränken und stärker zu kontrollieren. Mittelfristig sollen unter anderem Velofahrer und Wandertouristen mit Verbotsschildern vom Zutritt des äusseren Bereichs des Massnahmenzentrums abgehalten werden.
Die Fenster in den Aufenthaltsräumen im inneren Bereich von St. Johannsen werden vergittert. Bauliche und technische Verbesserungen der Einrichtungen werden überprüft. Bei den Mitarbeitenden werden zusätzliche Sensibilisierungsmassnahmen durchgeführt
Das zuständige Amt wird zusätzlich beauftragt, den Einsatz neuester Technologien wie zum Beispiel Wärmebildkameras, Induktionsschlaufen oder Electronic-Monitoring-Technologie zur Hebung des Sicherheit im gesamten Vollzugsbereich zu prüfen.
Zudem soll ein internes Reporting und Controlling für aussergewöhnliche Vollzugsfälle und -ereignisse eingeführt und Stellenanträge für den Sicherheitsdienst und den psychologisch-psychiatrischen Dienst definiert werden.
Auch in Bezug auf die Informationspolitik sollen Verbesserungen vorgenommen werden. So hat die Polizei- und Militärdirektion einen Katalog über die zu informierenden Vorfälle für den Bereich Gewalt- und Sexualtäter zusammengestellt.
Wenn diese Straftäter aus dem offenen Massnahmenvollzug entweichen oder vom Urlaub nicht zurückkehren, soll die Öffentlichkeit darüber informiert werden.

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