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Marc F. Suter im Mai 2016 an einem Medienanlass auf der Bundesterrasse.

Keystone/MANUEL LOPEZ

(sda-ats)

Der ehemalige Berner FDP-Nationalrat Marc F. Suter ist mit 64 Jahren verstorben. Der Rechtsanwalt und Notar aus Biel sei am 11. Oktober nach schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen, teilte seine Familie mit.

Suter gehörte dem Nationalrat von 1991 bis 2003 an sowie während neun Monaten des Jahres 2007. Er war der erste Nationalrat im Rollstuhl; im Zentrum seines politischen Engagements stand die Gleichstellung von Menschen mit einer Beeinträchtigung.

Suter gehörte zudem der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats an. Als Gründungspräsident der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz (NEBS) setzte er sich für ein gutes Verhältnis der Schweiz zur EU ein.

Dritter Pfeiler seines politischen Engagements war die Energiepolitik, wie es in einem Nachruf heisst, den ein ehemaliger Mitarbeiter Suters der Nachrichtenagentur sda zur Verfügung stellte. Suter habe schon früh auf die Solarenergie gesetzt.

Teil des "linken" Parteiflügels

Marc F. Suter war ab 1981 als selbständiger Rechtsanwalt und Notar tätig. In mehreren KMUs war er Mitglied des Verwaltungsrats. 1986 wurde er für die FDP in den bernischen Grossen Rat gewählt, den er 1991/92 präsidierte.

Innerhalb der FDP wurde Suter dem "linken", reformfreudigen Flügel zugeordnet. Nach zwölf Jahren im Nationalrat verpasste er 2003 die Wiederwahl. In die Schlagzeilen geraten war er zuvor wegen eines erbitterten Rechtsstreits mit dem Paraplegiker-Arzt Guido A. Zäch.

Im Frühling 2007 kehrte Suter in den Nationalrat zurück, als Nachfolger des verstorbenen Kurt Wasserfallen. Doch neun Monate später wurde er wieder abgewählt. 2010 bot sich die Chance für ein weiteres Comeback, als Johann Schneider-Ammann in den Bundesrat gewählt wurde. Doch Suter verzichtete auf den Sitz.

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SDA-ATS