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Plätze auf Wahllisten können eine teure Angelegenheit sein. Die Berner Gewerkschaften verlangen bis zu 12'000 Franken für einen Listenplatz und sorgen damit bei manchen Mitgliedern für rote Köpfe.

Auf der Nationalratsliste der Berner SP sind von den 26 Plätzen vier für Kandidierende reserviert, die gleichzeitig in der SP und in einer Gewerkschaft aktiv sind. Wer sich aber sowohl von der SP wie von den Gewerkschaften portieren lassen will, muss das Portemonnaie zücken. Im Gegenzug übernehmen Partei und Gewerkschaften die Werbung für die Kandidierenden.

Das Vorgehen der Berner Gewerkschaften gerät nun in die Kritik. SP-Grossrätin und VPOD-Sekretärin Béatrice Stucki will diese hohe Summe nicht bezahlen und verzichtet darauf, von den Gewerkschaften portiert zu werden. Eine Meldung der "NZZ am Sonntag" bestätigte sie auf Anfrage.

Bereits im vergangenen Herbst sorgte die Zürcher FDP für Aufsehen, als bekannt wurde, dass die Partei für die vordersten Listenplätze bis zu 40'000 Franken verlangt. Kritiker sprachen von gekaufter Demokratie und davon, dass mit diesem System nur noch kandidieren könne, wer über den nötigen Geldbeutel verfüge.

Einen Obolus für die Plätze auf ihren Wahllisten verlangten die meisten Parteien, liess sich damals Kampagnenspezialist Mark Balsiger im "Tages-Anzeiger" zitieren. Allerdings handle es sich in der Regel um eher bescheidene Beiträge. In grösseren Kantonen allerdings würden für vordere Listenplätze durchaus auch stattliche Summen erhoben.

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SDA-ATS