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Ekeko ist zurück in Bolivien: Das Bernische Historische Museum hat die Steinfigur nach längerem Hin und Her dem bolivianischen Nationalmuseum für Archäologie in La Paz übergeben. Das teilten das Berner Museum und die bolivianische Botschaft in Berlin am Donnerstag mit.

Die Figur soll die Gottheit Ekeko darstellen und ist eines der besterhaltenen Zeugnisse der Pukara-Kultur. Sie sei ab sofort in Bolivien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich, heisst es im Communiqué. Die beiden Museen vereinbarten eine Zusammenarbeit in den Bereichen Konservierung, Forschung und Vermittlung.

Die bolivianische Regierung hatte im Februar 2013 erstmals Ansprüche auf die Steinfigur angemeldet. Boliviens Aussenminister pochte bei einem Besuch in Bern im vergangenen April auf die Rückgabe der Figur.

Experten beider Parteien interpretieren sie allerdings unterschiedlich. Es gibt Fachleute, denen zufolge die Figur gar nicht die männliche Gottheit Ekeko, sondern eine weibliche Gestalt darstellen dürfte.

"Win-Win-Lösung"

Erworben hatte das Museum in Bern das Objekt von den Erben des Schweizer Naturforschers Johann Jakob von Tschudi, der die Figur 1858 im Andenhochland gekauft hatte - gegen eine Flasche Cognac. Tschudis Nachkommen verkauften die Figur 1929 dem Bernischen Historischen Museum.

Jetzt ist die Figur zurück in Bolivien. Ob und wieviel Geld floss, ist nicht bekannt. Die beiden Parteien stellen die Übereinkunft am Donnerstag als "Win-Win-Lösung" dar.

"Die Figur wird in Bolivien stärker in den Fokus von Öffentlichkeit und Wissenschaft gerückt", erklärt der Berner Museumsdirektor Jakob Messerli im Communiqué. Das Ende September wiedereröffnete Nationalmuseum für Archäologie in La Paz könne dabei vom Know-How und der Erfahrung des Berner Historischen Museums profitieren.

"Wir würden uns freuen, wenn die Zusammenarbeit zu einer Ausstellung über die faszinierenden präkolumbianischen Kulturen des Andenhochlandes in Bern führen würde", erklärte die bolivianische Botschafterin Elizabeth Salguero Carillo. Eine Berner Delegation wird noch dieses Jahr nach Bolivien reisen.

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SDA-ATS