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Die Stimmberechtigten des Kantons Bern haben sich am Sonntag für den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Mühleberg ausgesprochen. Das Resultat fiel mit 51,2 Prozent Ja-Stimmen relativ knapp aus.

188'193 Ja-Stimmen standen am Schluss 179'279 Nein-Stimmen gegenüber. Damit muss der rot-grüne bernische Regierungsrat gegen seinen entschiedenen Willen dem Bund mitteilen, der Berner Souverän sei für den Ersatz des AKW Mühleberg.

Bei der Konsultativabstimmung ging es eigentlich nur darum, der Bevölkerung den Puls zu fühlen. Rein rechtlich wäre sie nicht einmal verbindlich. Die Kantonsregierung hatte aber bereits im Vorfeld signalisiert, sie werde das Ergebnis akzeptieren.

Dies bekräftigte die zuständige Energiedirektorin, SP-Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer, am Sonntag vor den Medien erneut. Sie verwies aber am Sonntag auf den hohen Nein-Stimmenanteil. Gleiches taten auch die Verantwortlichen der Nein-Komitees.

BKW-Direktor Kurt Rohrbach zeigte sich auf Anfrage befriedigt mit dem Ausgang der Abstimmung. Er habe ein knappes Resultat erwartet in dieser emotionsgeladenen Sache, sagte Rohrbach. Das Berner Volk habe sich für die Versorgungssicherheit entschieden.

Entscheidende Abstimmung voraussichtlich 2013

Die Abstimmung vom Sonntag dürfte trotz ihres konsultativen Charakters eine wichtige Signalwirkung für kommende AKW-Abstimmungen auf nationaler Ebene haben.

Die Energiekonzerne Axpo, Alpiq und BKW planen nämlich als Ersatz für bisherige Anlagen zwei neue Kernkraftwerke. Für die beiden Anlagen sind bislang die drei Standorte Beznau AG, Gösgen SO und Mühleberg in der Diskussion. Mit dem Entscheid vom Sonntag bleibt Mühleberg also im Rennen.

Bis aber neue Kernkraftwerke als Ersatz für die bisherigen Anlagen gebaut werden, ist es noch ein weiter Weg. Einen endgültigen Entscheid wird das Volk voraussichtlich 2013 auf nationaler Ebene fällen.

Befürworter machten drohende Stromlücke geltend

Im Kanton Bern haben sich Befürworter und Gegner in den letzten Monaten einen erbitterten Abstimmungskampf geliefert. Die Befürworter, angeführt vom bürgerlichen Lager und unterstützt vom Energiekonzern BKW, machten geltend, ohne Atomkraft drohe eine Stromlücke.

Die AKW-Gegner vorab aus dem rot-grünen Lager verwiesen auf die Sicherheitsrisiken von Atomkraftwerken und forderten, das Geld besser in erneuerbare Energien zu investieren.

Die Stimmbeteiligung lag bei 51,7 Prozent.

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SDA-ATS