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Beth Ditto heizt dem Publikum am Montreux Jazz Festival nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrer deftigen Sprache ein.

KEYSTONE/EPA KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

(sda-ats)

US-Sängerin Beth Ditto hat im Auditorium Stravinski den vierten Abend des Montreux Jazz Festivals eingeläutet. Ihre Show werde schwer zu überbieten sein, warnte sie die Pet Shop Boys, die nach ihr spielen werden. Und meinte es ironisch, wie die meisten ihrer Sprüche.

"Ich fühle mich so erwachsen hier", sagte Ditto nach ihrem ersten Song. Das Publikum sei reif, seriös, herausgeputzt - "it's a Jazzfestival, motherfuckers".

Die 36-Jährige spürte sofort, dass ein grosser Teil des Publikums diesen rüden Umgang nicht gewohnt ist. Sie entschuldigte sich - "sorry, pardon, entschuldigung, ich mache nur Witze" - und bedankte sich mehrmals, bereits zum dritten Mal hier sein zu dürfen. "Nach den zwei Auftritten mit meiner früheren Band Gossip habe ich nicht damit gerechnet, jemals wieder auf dieser Bühne zu stehen."

So, wie einige Zuschauerinnen und Zuschauer eine Weile brauchten, um mit Dittos derber Sprache warm zu werden, so mussten sie auch physisch erst einmal auf Touren kommen. Dittos Songs vom neuen Album "Fake Sugar" sind zwar kraftvoll, abwechslungsreich und wunderschön. Doch damit das Publikum nicht nur klatschte, sondern auch mal in die Höhe sprang, mussten sie und ihre Band den Gossip-Hit "Heavy Cross" auspacken.

Aber das Wildsein und Rumtoben ist am Montreux Jazz Festival ohnehin noch nie im Zentrum gestanden. Und Beth Ditto hat aus den Menschen bis zum Schluss genau das herausgeholt, was neben Schweiss mindestens ebenso wichtig ist: Begeisterung.

Das Konzert der Pet Shop Boys steht kurz bevor. "Wenn ich euch wäre, ich würde durchdrehen vor Vorfreude", so Ditto, die das britische Electropop-Duo, wenn irgendwie möglich, backstage treffen will.

SDA-ATS