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Versuchter Mord im Asyl-Durchgangszentrum in Embrach. Eine abgewiesene Asylsuchende griff Ende 2015 ihre Betreuerin mit einem Gärtel an und schlug mehrmals auf sie ein. (Archivbild)

KEYSTONE/WALTER BIERI

(sda-ats)

Erst schlug sie mit einem Gärtel zu, dann wollte sie ihr Opfer anzünden: Eine abgewiesene Asylsuchende soll Ende 2015 ihre Betreuerin beinahe getötet haben. Heute Dienstag muss sich die 36-Jährige wegen versuchten Mordes vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten.

Eigentlich hätte die Frau von der Elfenbeinküste die Schweiz im November 2014 verlassen müssen - ihr Asylgesuch blieb selbst vor dem Bundesverwaltungsgericht erfolglos. Kurz vor dem Stichtag stellte sie aber ein Wiedererwägungsgesuch, da sie psychische Probleme habe.

So kam es, dass die Frau ein Jahr später noch immer in der Schweiz war. Sie wohnte zuletzt im Durchgangszentrum Embrach. Von dort hätte sie - entgegen ihrem Willen - in die Notunterkunft Adliswil umziehen sollen.

Als ihr die Betreuerin - das spätere Opfer - im Zimmer beim Packen helfen wollte, geschah der Angriff: Gemäss Anklageschrift hackte die Frau mit einem machetenähnlichen, 43 Zentimeter langen Gärtel mehrfach auf ihre Betreuerin ein.

Erst als sich diese tot stellte, hörten die Schläge auf. Danach soll die 36-Jährige ihr Opfer mit Brennsprit angespritzt haben. Sie kam aber nicht mehr dazu, ein Feuer zu entfachen, sondern setzte sich gemäss Anklage eine Perücke auf, zog saubere Kleidung an und verschwand durchs Fenster.

Das Opfer erlitt beim Angriff zahlreiche Verletzungen am ganzen Körper und verlor ein Auge.

Die Staatsanwaltschaft bezeichnet das Vorgehen der Beschuldigten in der Anklageschrift unter anderem als "heimtückisch" und "skrupellos". Die Frau habe aus "absolut nichtigen Beweggründen" gehandelt. Die Anklage fordert daher eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren sowie eine ambulante Behandlung.

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SDA-ATS