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Nach der Tötung von Osama bin Laden durch ein US-Kommando in Pakistan rückt die Frage ins Zentrum, wie der Al-Kaida-Chef jahrelang unbemerkt dort leben konnte. Die pakistanische Regierung verwehrt sich gegen Vorwürfe der Terrorunterstützung.

Es sei "unvorstellbar", dass sich Bin Laden ohne Hilfe längere Zeit in Pakistan habe verstecken können, sagte der Anti-Terror-Berater von US-Präsident Barack Obama, John Brennan, am Montag.

In Gesprächen mit der pakistanischen Regierung werde nachgefragt, wie der Anstifter der Anschläge vom 11. September 2001 "5 bis 6 Jahre" unbehelligt in einem befestigten Anwesen kaum zwei Autostunden von der Hauptstadt Islamabad leben konnte.

Auch Mitglieder des US-Kongresses pochten auf Aufklärung und stellten Finanzhilfen für Pakistan infrage. Wie zuvor schon Aussenministerin Hillary Clinton sah Brennan jedoch davon ab, Schuldvorwürfe gegen die pakistanische Regierung zu erheben. Islamabad sei "ein starker Partner" im Kampf gegen den Terrorismus, sagte er.

Risse in der Anti-Terror-Allianz

Die pakistanische Regierung kritisierte das eigenmächtige Vorgehen der USA bei dem Einsatz unterdessen scharf. Das Aussenministerium sprach von einem "unautorisierten" Einsatz. Viele Pakistaner reagierten empört und erklärten, die Souveränität des Landes sei durch den Alleingang der Amerikaner verletzt worden.

Präsident Asif Ali Zardari wies Anschuldigungen zurück, sein Land habe nicht genug zur Ergreifung Bin Ladens getan. So habe die Identifizierung eines Al-Kaida-Kuriers durch pakistanische Dienste den Einsatz erst möglich gemacht.

Zardari musste allerdings einräumen, dass der Zugriff nicht gemeinsam mit den US-Truppen durchgeführt wurde. Islamabad wurde vielmehr erst informiert, als Bin Laden tot und das US-Kommando wieder in Afghanistan gelandet war. Die USA hätten Pakistan aus Angst vor Verrat nicht vorab informiert, sagte CIA-Chef Leon Panetta am Dienstag dem US-Magazin "Time".

Washington revidierte am Dienstag zentrale Angaben zum Ablauf der Kommandoaktion. Bin Laden sei bei seiner Tötung durch US-Elitesoldaten nicht bewaffnet gewesen, sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Jay Carney. Allerdings seien andere Männer in dem Anwesen bewaffnet gewesen und hätten Widerstand geleistet.

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The citizens' meeting

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SDA-ATS