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Die Biotechbranche ist 2010 gewachsen und hat deutlich mehr Geld verdient. Der weltweite Umsatz lag mit rund 85 Mrd. US-Dollar 8 Prozent höher als im Vorjahr. Der Gewinn stieg um 30 Prozent auf 4,7 Mrd. Dollar.

Verantwortlich für den Anstieg sind vor allem die US-amerikanischen Unternehmen, die zwei Drittel des weltweiten Umsatzes der Biotechindustrie erwirtschafteten. Ihre Gewinne kumulierten sich auf 4,9 Mrd. Dollar, wie aus dem diesjährigen Global Biotech Report von Ernst & Young hervorgeht, der am Dienstag publiziert wurde.

Dagegen schlug für die europäische Biotechindustrie 2010 erneut ein Verlust zu Buche, auch wenn dieser mit 459 Mio. Dollar etwas geringer ausfiel als noch im Jahr zuvor.

Schwierige Kapitalbeschaffung für junge Firmen

Die positive weltweite Entwicklung zeigt sich auch auf dem Kapitalmarkt: Die Biotech-Unternehmen beschafften 2010 rund 25 Mrd. Dollar Kapital, was in etwa dem Volumen von vor der Finanzkrise entspricht.

"Ein wachsender Anteil fliesst jedoch an bereits etablierte Unternehmen", sagte Jürg Zürcher, Biotechnologie-Experte bei Ernst & Young. Ihnen fallen gemäss dem Bericht 45 Prozent der investierten Gelder zu. Dagegen werde es für junge Firmen immer schwieriger, das nötige Kapital zu beschaffen.

Eine weitere Herausforderung sind die Anforderungen, welche die Regulierungsbehörden an die Biotechfirmen stellen, wie Zürcher erklärte. "Die Hürden für die Zulassung von Medikamenten sind gestiegen." Die Unternehmen müssten mehr Geld und Zeit investieren, um die nötigen Zulassungen zu erhalten. Dadurch werde die Entwicklung neuer Produkte teurer und riskanter.

Im Gegensatz zur europäischen Biotechnologieindustrie hat die Branche in der Schweiz im letzten Jahr schwarze Zahlen geschrieben. Die börsenkotierten Schweizer Biotechunternehmen erzielten bei einem Umsatz von 1,5 Mrd. Dollar einen Gewinn von 276 Millionen. Die Situation in der Schweiz reflektiert damit die Entwicklung auf dem Weltmarkt relativ genau, so Jürg Zürcher.

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SDA-ATS