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Kapstadt/Maputo/Lissabon - Bei schweren Unruhen wegen Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel wie Brot sind in Mosambik sieben Menschen ums Leben gekommen. Wie die Regierung am Donnerstag weiter mitteilte, wurden 248 Menschen verletzt. Unter den Toten sind auch zwei Schulkinder.
Die Ausschreitungen zwischen gewalttätigen Demonstranten und Sicherheitskräften in der Hauptstadt Maputo hatten sich am Vortag an Plänen der Regierung entzündet, die Preise für Brot, Treibstoff und Strom drastisch zu erhöhen. Dabei kam es auch zu Plünderungen.
Die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa berichtete unter Berufung auf Behörden, mehr als 140 Menschen seien festgenommen worden. Der lokale Fernsehsender Socio Televisao sprach sogar von mindestens zehn Todesopfern.
Tausende aufgebrachte Bürger hatten in den Armen-Vierteln von Maputo Barrikaden aus brennenden Reifen errichtet und sich Strassenschlachten mit der Polizei geliefert. Dieser wurde vorgeworfen, auch mit scharfer Munition geschossen zu haben.
Am Donnerstag feuerte die Polizei immer noch sporadisch Schüsse in die Luft, um einzelne Protestgruppen auseinanderzutreiben. Die Stadt war aber grossteils ruhig. Die südafrikanische Zeitung "Cape Times" meldete, auch nahe der Provinzstadt Matola sei es zu Unruhen gekommen.
Die Regierung rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Am Flughafen von Maputo, der wegen Strassenschlachten auf der Zubringerstrasse vorübergehend geschlossen war, normalisierte sich der Verkehr wieder.
In der ehemaligen portugiesischen Kolonie, die sich noch immer nicht von dem verheerenden Bürgerkrieg (1976-1992) erholt hat, hatte die Regierung nach ähnlichen Unruhen vor zwei Jahren mit sechs Toten umstrittenen Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr wieder zurückgenommen.

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SDA-ATS