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Mit drei Punkten gegen Kanada (3:2 n.V.) und Finnland (2:3 n.V.) blickt das Schweizer Nationalteam auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. Nationaltrainer Patrick Fischer mutiert nun zum Kanada-Fan.

Die Schweizer unterstrichen in den beiden Spielen gegen höher eingestufte Gegner, wie gut das Team sein kann. Beide Mannschaften dominierten sie phasenweise. Gegen Finnland wäre gar noch mehr möglich gewesen, verspielten doch die Schweizer eine 2:0-Führung.

"Im ersten Drittel waren wir extrem gut", sagte Vincent Praplan. "Wir liefen viel, schossen viel. Es ist schwierig zu erklären, warum wir manchmal aufhören zu spielen. Klar ist Finnland ein guter Gegner. Aber wir wissen, dass wir dominieren können, wenn wir mit dem Puck spielen. Die Niederlage ist sehr bitter."

Praplan vergab im letzten Drittel gute Chancen zum 3:1, was wohl gleichbedeutend mit der Vorentscheidung gewesen wäre. Das ärgerte ihn selbstredend. "Ich weiss, dass der Puck rein muss. Ich kann es jedoch nicht mehr rückgängig machen." Der Klotener Stürmer sah aber auch das Positive: "Es ist gut, wenn man Chancen hat. Das heisst, dass man sich bewegt, dass man sich freistellt. Das muss ich mitnehmen."

Fabrice Herzog, dreifacher Torschütze gegen Kanada und Finnland, sagte, dass sie im zweiten Drittel zu wenig hätten dagegenhalten können. "In der Overtime hatten die Finnen dann das Glück auf ihrer Seite. Gegen Tschechien (am Dienstagnachmittag) müssen wir an den ersten Abschnitt anknüpfen."

Ein Problem bei den Schweizern war einmal mehr das Unterzahlspiel; beide Tore in der regulären Spielzeit schossen die Finnen mit einem Spieler mehr. Überhaupt gehören die Special Teams zu den Schwächen der Fischer-Equipe. In der Powerplay-Wertung liegen die Schweizer mit einer Erfolgsquote von 14,29 Prozent im 12. Rang, beim Boxplay sind sie mit Platz 10 nur unwesentlich besser klassiert. Bei Gleichbestand auf dem Eis dagegen liessen sie erst fünf Gegentreffer zu, was die hervorragende defensive Stabilität unterstreicht.

Fischer freut Federer-Lob

Obwohl gegen Finnland durchaus ein Sieg möglich gewesen wäre, womit sich die Schweizer vorzeitig für die Viertelfinals qualifiziert hätten, war es für Fischer ein "wichtiger Punkt." Ohnehin müsste viel passieren, dass die Schweizer die K.o.-Phase doch noch verpassen. Einerseits müssten sie gegen Tschechien in der regulären Spielzeit unterliegen, andererseits müsste Kanada sowohl gegen Norwegen als auch gegen Finnland das Eis als Verlierer verlassen.

Das ist eher unwahrscheinlich. Vielmehr dürfte am Montag alles klar sein - Kanada trifft am Nachmittag auf Norwegen. Gewinnen die Nordamerikaner beide Partien, beenden die Schweizer die Vorrunde im schlechtesten Fall als Gruppendritter. "Nun bin ich zwei Tage lang Fan von Kanada", sagte Fischer deshalb mit einem Schmunzeln.

Für den sensationellen Sieg gegen Kanada nach einem 0:2-Rückstand erhielten die Schweizer Lob von einem der grössten Sportler aller Zeiten. So twitterte Roger Federer: "Wow grossartiges Spiel. Gratulation." Das habe die Mannschaft gefreut, erklärte Fischer. "Es ist sehr schön, wenn solche Leute dich verfolgen und schöne Worte finden." Das Beispiel von Federer verwende er immer wieder in Motivationsreden. "Er spielt konstant auf einem hohen Niveau. Das ist absolute Topklasse." Gelingt das auch den Schweizern während 60 Minuten, dann dürfte an dieser WM noch einiges möglich sein.

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SDA-ATS