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Grünen, Linken und Umweltorganisationen geht der ENSI-Bericht zu wenig weit. Sie fordern nach wie vor mindestens die Abschaltung des AKW Mühleberg. Deutliche Worte zum AKW Mühleberg kommen von der bernischen Energiedirektorin.

"Dass zuerst ein schlimmes Unglück wie Fukushima passieren musste, bevor derart gravierende Mängel überhaupt entdeckt werden, ist besorgniserregend", sagte die bernische Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer (SP) am Donnerstag auf Anfrage.

Sie werde den Eindruck nicht ganz los, dass Sicherheitsfragen in der Vergangenheit auf die leichte Schulter genommen worden seien. Egger-Jenzer rief das Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) auf, nun endlich konkrete Massnahmen einzufordern anstatt nur immer neue Berichte zu verlangen.

Der Ball liege nun auf jeden Fall beim BKW-Verwaltungsrat. Dieser müsse prüfen, ob sich die geforderten Nachrüstungen überhaupt auszahlten. "Ich erwarte deshalb, dass man die Nachbesserungen sofort aufgleist und die Kosten auflistet."

Danach könne man entscheiden, ob sich die Massnahmen überhaupt rechneten. "Einmal ist ja sowieso fertig mit Mühleberg", gab die Energiedirektorin zu bedenken.

BKW: ENSI-Verfügung ist "streng"

Der bernische Energiekonzern kündigte am Donnerstag derweil an, man werde termingerecht Vorschläge zur weiteren Erhöhung der Sicherheit einreichen. Für die BKW werde der sichere Betrieb des AKW Mühleberg immer Priorität haben, beteuerte der Energiekonzern.

In der Vergangenheit habe das ENSI das AKW Mühleberg stets mit "guten Prädikaten" bewertet. Die nun geforderten Massnahmen im Bereich der Kühlmittel-Versorgung des Notstandssystems, des Brennelement-Lagerbeckens und der Brennelement-Lagerbeckenkühlung gingen "deutlich über die heute bestehenden Vorgaben hinaus". Die BKW werde nun alle technischen und baulichen Möglichkeiten unter die Lupe nehmen.

Auch die Atomkraftwerke Leibstadt und Beznau wollen die Forderungen des ENSI zeitgerecht umsetzen. Dies teilten das Kernkraftwerk Leibstadt und der Energiekonzern Axpo als Betreiber der beiden Reaktoren I und II von Beznau am Donnerstag mit.

SP fordert Abschaltung von AKW Mühleberg

Und das Kernkraftwerk Gösgen im Kanton Solothurn ist aufgrund der bereits getätigten Vorkehrungen "zuversichtlich, dass das KKG auch die neuen strengeren Anforderungen erfüllen wird" und stellt Nachrüstungen in Aussicht.

Den Grünen und der SP genügen die Ansagen nicht. Während die SP will, dass das AKW Mühleberg vom Netz genommen wird, fordern die Grünen: "Die Hochrisiko-AKW Mühleberg sowie Beznau I und II gehören abgestellt."

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SDA-ATS