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Blatter: "Die Vorverurteilung tut weh"

FIFA-Präsident Sepp Blatter äussert sich erstmals seit seiner 90-tägigen Suspendierung öffentlich. Im Interview mit dem Walliser Regionalsender RRO betont er, sich keiner Schuld bewusst zu sein.

Die umstrittene Zahlung von zwei Millionen Franken von der FIFA an UEFA-Präsident Michel Platini aus dem Jahr 2011 für die vom Franzosen zwischen Januar 1999 und Juni 2002 geleisteten Dienste nannte Blatter ein "Gentlemen's Agreement". Es sei dabei "alles rechtens" gewesen. Details zur Zahlung wollte Blatter aufgrund des laufenden Verfahrens keine nennen.

Die Suspendierung durch die von ihm ins Leben gerufene Ethikkommission vor gut einer Woche sei schwer zu verdauen gewesen. Blatter sprach von einer "Vorverurteilung" - von der Ethikkommission und von den Medien. "Das tut weh. Das Motto hiess: 'Alle gegen Sepp'. Das war unfair und nicht sportlich", so Blatter. Er sei in den Schweizer Medien abgeschossen worden.

Der Ethikkommission wirft er vor, im Fall Blatter/Platini zu wenig sorgfältig gehandelt und das Ganze im "Schnelldurchgang" durchgezogen zu haben. "Jeder hat das Recht, angehört zu werden", so Blatter. Ihm sei dieses Recht bislang verweigert worden. Am letzten Mittwoch hätten er und seine Anwälte sich zumindest schriftlich zum laufenden Verfahren erklären können.

Seine 90-tägige Suspendierung bezeichnete Blatter aber auch als "Befreiung". "Es geht mir gut, ich habe mehr Zeit für mich und kann ein wenig auf mein Leben zurückschauen." Vor allem seine Familie, die Menschen in seiner Heimat Visp und sein Team in der FIFA würden zu ihm halten und ihn sehr unterstützen. Das Ziel Blatters ist, dass er Ende Februar, wenn aller Voraussicht nach sein Nachfolger als FIFA-Präsident gewählt wird, den Kongress leiten wird. "Ich renne nicht weg, das ist nicht mein Charakter."

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