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Ein Bild, das den diesjährigen Juli gut veranschaulicht: Viele Gewitter zogen in den vergangenen Wochen durch die Schweiz. (Archivbild)

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

(sda-ats)

Der diesjährige Juli war kein klassischer Sommermonat. Nur in der ersten Hälfte gab es einige Tage mit verbreitet viel Sonnenschein und Hitze. In Erinnerung bleiben die teils heftigen Gewitter mit kräftigen Schauern. Trotzdem lagen die Temperaturen über dem Schnitt.

Gemäss der am Freitag publizierten Bilanz des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz ist im landesweiten Mittel eine Juli-Temperatur von 0,5 bis 0,8 Grad über der Norm zu erwarten. Das erstaunt insofern, als dass oft wechselhaftes Wetter mit häufigen und lokal ungewöhnlich kräftigen Schauern und Gewittern vorherrschte.

Ein solches Unwetter tobte etwa am 8. Juli im Grenzgebiet Solothurn, Aargau, Luzern. Innerhalb von drei Stunden fielen von Wynau BE über Zofingen AG bis Unterkulm AG 70 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter. Das sind rund zwei Drittel einer durchschnittlichen Juli-Menge. Die Wassermassen verursachten in der Region Zofingen massive Schäden.

Ein weiteres Rekordgewitter wurde am 19. Juli in Adelboden im Berner Oberland verzeichnet. Dort fiel mit 27,5 Litern pro Quadratmeter die grösste 10-Minuten-Regensumme und mit 47,9 Litern pro Quadratmeter die höchste Eine-Stunde-Regensumme seit Messbeginn 1983.

Die unterschiedliche Gewittertätigkeit brachte regional sehr unterschiedliche Niederschlagssummen. Im Südtessin fiel weit weniger als die Hälfte der normalen Juli-Menge. In der Ostschweiz hingegen stiegen die Monatssummen lokal auf 130 bis 150 Prozent der Norm von 1981 bis 2010.

Am heissesten wurde es am 8. Juli mit 34 Grad am Nordrand der Schweiz und in Genf sowie mit 33 bis 35 Grad im zentralen Wallis. 17 Tage später fielen am zentralen und östlichen Alpennordhang oberhalb von etwa 2600 Metern rund 10 Zentimeter Neuschnee.

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SDA-ATS