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Bei Zusammenstössen zwischen Anhängern der verbotenen Muslimbruderschaft und Sicherheitskräften sind am Freitag in Ägypten erneut viele Menschen ums Leben gekommen. Ägyptische Behörden sprachen von sechs, die Muslimbruderschaft von 19 Toten.

In der Hauptstadt Kairo gingen die Sicherheitskräfte mit Tränengas gegen Demonstranten vor, die mit Steinen und Feuerwerkskörpern warfen. Nach Regierungsangaben wurden drei Demonstranten erschossen. Unklar war, ob sie von der Polizei oder bewaffneten Zivilisten getötet wurden. Im ganzen Land wurden der Regierung zufolge mehr als 40 Menschen verletzt.

In der Küstenstadt Alexandria seien ein Demonstrant und eine Frau erschossen worden, hiess es in Sicherheitskreisen. Ein weiterer Demonstrant sei in Ismailia am Suezkanal erschossen worden. Drei Menschen seien in der Provinz Fajum ums Leben gekommen, berichteten Ärzte und ein Behördenvertreter.

Nach den Freitagsgebeten kommt es häufig zu Krawallen. Viele Anhänger der Muslimbrüder setzten ihre täglichen Proteste gegen den Sturz von Präsident Mohammed Mursi fort, obwohl sie mit harten Strafen rechnen müssen.

Vergangene Woche hatte die von der Armee unterstützte Regierung die Muslimbrüder als Terrorgruppe eingestuft. Sie nutzt dies, um Hunderte Muslimbrüder und Anhänger der Organisation einzusperren. Tausende sind seit Monaten inhaftiert, darunter auch die Führung der Gruppe.

SDA-ATS