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Blutplakat sorgt für Zwist zwischen Jungparteien

Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2009 - 11:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Ein provokatives Plakat der Jungsozialisten (Juso) zur Debatte um Kriegsmaterialexporte sorgt für einen Streit unter den Jungparteien. Die Junge CVP fordert vom Juso-Chef eine Entschuldigung an CVP-Bundesrätin Doris Leuthard. Diese wird mit Blut an den Händen dargestellt.
"Die Junge CVP Schweiz verurteilt diese Attacken unter der Gürtellinie aufs Schärfste", teilte die Junge CVP mit. Falls sich Juso-Präsident Cédric Wermuth nicht entschuldige, wolle die Junge CVP nicht länger mit den Jungsozialisten zusammenarbeiten.
Konkret geht es um eine gemeinsame Allianz gegen die Anti-Minarett-Initiative. Die Basis dieser Zusammenarbeit sei ein Bekenntnis zu den Grundwerten und der politischen Kultur der Schweiz, hielt die Junge CVP fest. Nun trete die Juso die politische Kultur der Schweiz mit Füssen.
Bei Juso-Präsident Cédric Wermuth stösst das Ultimatum der Jungen CVP auf taube Ohren: "Bundesrätin Leuthard ist alt genug und kann sich selbst verteidigen", sagte er am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.
Eine Entschuldigung auf Druck der Jungen CVP komme nicht in Frage, hielt der Chef der Jungsozialisten fest. Die Junge CVP setze wegen einer "politischen Taktiererei" die Allianz gegen die Anti-Minarett-Initiative aufs Spiel, konterte Wermuth.
Das umstrittene Plakat wurde gemäss Wermuth bereits in Druck gegeben. Es soll in den nächsten zwei Wochen an die Sektionen verteilt und dann aufgehängt werden. Wo überall in der Schweiz das Plakat tatsächlich an die Plakatwände kommt, entschieden die Sektionen, sagte der Juso-Präsident.

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