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Bolivien wird aus der UNO-Drogenkonvention austreten, um die Tradition des Koka-Kauens im Andenland zu wahren. Der Senat in La Paz verabschiedete am Dienstagabend (Ortszeit) ein Gesetz, das den Präsidenten Evo Morales bevollmächtigt, den Vertrag bis zum 1. Juli zu kündigen.

Die Abgeordnetenkammer hatte bereits vergangene Woche mit grosser Mehrheit das Regierungsprojekt befürwortet. Nach sechs Monaten wird der Austritt am 1. Januar 2012 gültig.

Unmittelbar danach will Bolivien der UNO-Konvention wieder beitreten, aber unter Vorbehalt des Artikels 49, der das Kauen von Kokablättern verbietet.

Damit will die Regierung Morales klarstellen, dass sie sich weiter im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel engagiert, doch das allgemein im Land verbreitete Koka-Kauen nicht verpönen wird.

In den Anden sind die Koka-Blätter seit Jahrhunderten ein Genussmittel und gelten unter anderem als hilfreich gegen die Höhenkrankheit.

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SDA-ATS