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Nach einer mutmasslich erzwungenen Zwischenlandung in Österreich ist der bolivianische Präsident Evo Morales in sein Heimatland zurückgekehrt. Der sozialistische Politiker wurde am Mittwochabend (Ortszeit) in La Paz von einer jubelnden Menschenmenge empfangen.

Er befand sich auf dem Flug von Russland nach Bolivien und musste nach eigenen Angaben zwischenlanden, weil ihm mehrere europäische Staaten den Überflug verweigert hatten. Hintergrund soll der Verdacht gewesen sein, dass sich der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden in der Regierungsmaschine befand.

"Das war eine offene Provokation gegen einen ganzen Kontinent und nicht nur gegen einen Präsidenten", sagte Morales bei seiner Rückkehr.

Auch in anderen Ländern sorgte der Zwischenfall für Verärgerung. Die Union Südamerikanischer Nationen sprach von einem "unfreundlichen und unvertretbaren Verhalten". Die bolivianische Regierung hat die USA beschuldigt, im Zusammenhang mit der Fahndung nach Snowden Druck auf europäische Länder ausgeübt zu haben. Die Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) plante eine Dringlichkeitssitzung.

Frankreich bedauerte inzwischen die vorübergehende Sperrung des Luftraums für die Präsidentenmaschine von Morales. Aussenminister Laurent Fabius habe seinem bolivianischen Amtskollegen David Choquehuanca in einem Telefongespräch sein Bedauern über die Verzögerung bei der Ausstellung der Flugerlaubnis ausgedrückt, teilte das Ministerium am Mittwoch in Paris mit.

Es habe Verwirrung über den Eigentümer der Maschine gegeben, hiess es. Selbstverständlich habe nie die Absicht bestanden, der Präsidentenmaschine den Zugang zum französischen Luftraum zu verweigern. Morales sei stets willkommen in Frankreich.

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SDA-ATS