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Die linke bolivianische Regierung geht nach der Ausweisung der US-Entwicklungshilfeorganisation USAID auch gegen dänische Helfer vor. Die Nichtregierungsorganisation Ibis wurde aufgefordert, innerhalb von drei Monaten alle Projekte in dem Land abzuschliessen.

Das teilte die dänische Organisation, die sich um die Förderung der Indios kümmert, am Samstag in La Paz mit. Damit setzte Boliviens Regierung den am 20. Dezember verkündete Ausweisungsbeschluss um. Das Präsidialamt von Staatsoberhaupt Evo Morales hatte den Schritt damit begründet, dass Ibis sich in innenpolitische Angelegenheiten eingemischt habe.

Ibis-Generalsekretär Vagn Berthelsen wies die Vorwürfe zurück und sprach von "Missverständnissen". Die bolivianische Regierung hatte mit der gleichen Begründung im Mai USAID des Landes verwiesen.

Ibis engagiert sich seit über 30 Jahren in der Bildungsarbeit in Bolivien und hat nach eigenen Angaben 13 Mitarbeiter vor Ort. Die Organisation unterhält Kontakte zu regierungskritischen Indio-Verbänden. Von der Schliessung wären laut Ibis Projekte für 76 500 Indios betroffen.

SDA-ATS