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Der bei einem Säure-Angriff schwer verletzte Ballettchef des Moskauer Bolschoi-Theaters ist auf dem Weg der Besserung. Sergej Filin habe die Intensivstation verlassen, sein Zustand sei stabil.

Dies sagte der Chefarzt der Moskauer Klinik 36 am Samstag russischen Nachrichtenagenturen. Filin war zuvor an den Augen operiert worden. Nach Angaben der Ärzte wird es mindestens eine Woche dauern, bis klar ist, wie viel Sehkraft der 42-Jährige künftig hat.

Von der Polizei gab es am Samstag keine Informationen über mögliche Spuren in dem Fall. Auch die genaue Zusammensetzung der ätzenden Flüssigkeit, die Filin ins Gesicht geschleudert wurde, wurde nicht veröffentlicht. Der TV-Sender Westi berichtete, Kollegen des Angegriffenen hätten eine bestimmte Person im Verdacht, wollten aber nicht sagen, um wen es sich handelt.

Ein maskierter Mann hatte den Ballettchef des legendären Bolschoi-Theaters am Donnerstagabend mit Säure angegriffen. Filin erlitt schwere Verätzungen im Gesicht, am Kopf und an den Augen. Er benötigt daher auch kosmetische Operationen.

Beruflicher Hintergrund

Die Polizei vermutet einen beruflichen Hintergrund der Attacke. Sie nahm Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung auf. Der Angriff stehe "ganz klar im Zusammenhang mit Filins beruflichen Aktivitäten", sagte auch Bolschoi-Generaldirektor Anatoli Iksanow.

Seinen Angaben zufolge war Filin schon seit längerer Zeit bedroht worden. Der frühere Tänzer der Bolschoi-Balletttruppe war im März 2011 zum künstlerischen Direktor des Theaters ernannt worden.

Nach dem Säure-Angriff berichtete auch der künstlerische Direktor des Moskauer Gogol-Theaters, Kirill Serebrennikow, von Einschüchterungsversuchen. "Ich werde sei langer Zeit bedroht", schrieb er auf Facebook.

Serebrennikow zitierte aus einer Nachricht an ihn vom Silvesterabend, in der verlangt wird, dass er das Theater verlässt. Andernfalls sei er "als nächster dran".

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SDA-ATS