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Das Bonn-Center fällt am Sonntag nach der Zündung einer kontrollierten Sprengladung in sich zusammen.

Keystone/DPA dpa/A4262/_HENNING KAISER

(sda-ats)

Ein Wahrzeichen der alten deutschen Bundeshauptstadt ist verschwunden: Mit 250 Kilogramm Dynamit wurde am Sonntag das Bonn-Center gesprengt.

Der laute Knall ertönte um 11.00 Uhr - nach wenigen Sekunden lag das Bauwerk in Schutt und Asche. Eine riesige Staubwolke stieg auf und zog über Einsatzkräfte und zahlreiche Schaulustige hinweg. Für die Sprengung galten unterschiedlich strenge Sperrzonen; sie wurde live im Fernsehen übertragen.

Das Bauwerk mit einem sich drehenden Mercedes-Stern auf dem Dach war mit 60 Metern eines der höchsten Häuser im ehemaligen Regierungsviertel. An seiner Stelle soll ein Bürokomplex entstehen, der nach dem Bebauungsplan sogar 100 Meter hoch werden darf.

Ende der 60er Jahre sollte der Geschäftskomplex weltstädtischen Glanz in die Bundeshauptstadt Bonn bringen. Kurz vor der Eröffnung besuchte 1969 der frischgebackene Bundeskanzler Willy Brandt das Gebäude.

Man zog sogar Vergleiche zum Rockefeller Center in New York. Das Bonn-Center beherbergte Geschäfte, Restaurants, ein Schwimmbad, Fernsehstudios und ein Hotel, in dem im Laufe der Zeit viele Staatsgäste abstiegen.

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SDA-ATS