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Die Bevölkerung aus Bosnien und Herzegowina ist gut in der Schweiz integriert. Während die erste Generation noch stark mit ihrer Herkunft verbunden ist, fühlt sich die zweite mehr der Schweiz zugehörig.

Allerdings gibt es die "eine" bosnische Diaspora in der Schweiz nicht. Die Menschen sind entlang ihrer bosniakischen, kroatischen und serbischen Herkunft geteilt. Jede ethnische Gruppe grenze sich von den zwei anderen ab; sei es konfessionell oder sprachlich, heisst es in der Studie des Bundesamtes für Migration (BFM), die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

In der Schweiz leben rund 35'000 Menschen aus Bosnien und Herzegowina, was rund zwei Prozent der ausländischen Bevölkerung entspricht. Die Einbürgerungen eingerechnet schätzt das BFM ihre Zahl auf 60'000 Menschen.

Viele hierzulande geboren

Die Einwanderung verlief in zwei Wellen: Zwischen 1960 und 1980 kamen vor allem Bosnier, um hierzulande die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zu decken. Viele waren kaum qualifiziert und blieben wegen des Saisonnierstatus' nur einige Monate in der Schweiz.

In den 1990er-Jahren flohen viele Bosnier vor dem Krieg auf dem Balkan. Angesichts der Tragödie beschloss der Bundesrat damals die vorläufige kollektive Aufnahme der Vertriebenen. Ein Grossteil von ihnen kehrte nach dem Ende des Krieges wieder zurück.

Heute ist der Zustrom aus Bosnien und Herzegowina gering. Dies zeigt sich auch am hohen Anteil der hierzulande geborenen Bosnier (23 Prozent), gegenüber 20 Prozent für die gesamte ausländische Bevölkerung.

Mehr als zwei Drittel der bosnisch-herzegowinischen Gemeinschaft lebt in den Kantonen St. Gallen, Aargau, Zürich, Waadt, Luzern, Bern und Tessin. Allerdings gibt es zwischen den ethnischen Gruppen keinen Austausch. Nationale Organisationen gibt es kaum. Die Tendenz, innerhalb dieser Gruppen zu heiraten, zeigt sich auch in der Schweiz. Eine Zunahme verzeichnen dagegen binationale Ehen.

Psychische Probleme

Bosnier der ersten Generation arbeiten mehrheitlich im Gastgewerbe, in der Industrie und im Baugewerbe. Die Arbeitslosigkeit ist mit 7,1 Prozent höher als bei den Schweizern (3,4 Prozent), aber tiefer als bei den Ausländern insgesamt (8,3 Prozent).

Gesundheitsprobleme aller Art sind unter den in der Schweiz lebenden Bosniern weitverbreitet. Angesichts traumatischer Kriegserfahrungen und einem schwierigen Migrationsverlauf leiden viele Flüchtlinge unter psychischen Problemen.

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SDA-ATS