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New Orleans - Zur dauerhaften Versiegelung hat BP nach Schlamm auch Zement in das lecke Bohrloch im Golf von Mexiko gepumpt - noch ist die Aktion aber nicht zu Ende. Experten warnten, die Folgen der grössten Ölkatastrophe der Geschichte könnten noch jahrelang zu spüren sein.
"Ich denke wir können alle ein wenig aufatmen", sagte US-Krisenkoordinator Thad Allen am Donnerstag (Ortszeit). Es sei zwar noch nicht das Ende, doch die Zementversiegelung stelle "so gut wie sicher, dass es keine Möglichkeit gibt, dass weiteres Öl in die Umwelt austritt", sagte der Krisenkoordinator weiter.
Der britische BP-Konzern hatte zuvor mitgeteilt, die Versiegelung sei nach fünfstündigen Arbeiten abgeschlossen. Das Bohrloch werde nun überwacht um sicherzugehen, dass sie auch erfolgreich verlaufen sei.
Mit der "Static Kill"-Methode war es BP bereits am Mittwoch gelungen, mehr als 15 Wochen nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" das Bohrloch von oben mit Schlamm zu verschliessen, bevor am Donnerstag Zement in das Bohrloch gepumpt wurde.
Mit derselben Methode hatte vor mehr als 30 Jahren bereits der staatliche mexikanische Ölkonzern Pemex eine Ölpest im Golf von Mexiko stoppen können. Zehn Monate nach der Explosion der Plattform Sedco 135F im Juni 1979 war damals das Bohrloch ebenfalls mit Zement versiegelt.
Endgültige Lösung bis Mitte August
In einem nächsten Schritt will BP das Bohrloch nun mit Hilfe der "Bottom Kill"-Methode endgültig versiegeln: Dabei werden durch Entlastungsbohrungen auch am unteren Ende der Ölquelle Schlamm und Zement eingefüllt.
BP teilte mit, bei guten Wetterverhältnissen könne die erste dieser Bohrungen Mitte August abgeschlossen sein. Die Arbeiten würden unter Aufsicht der US-Behörden weitergeführt.
Seit der Explosion der BP-Plattform "Deepwater Horizon" am 20. April waren aus dem lecken Bohrloch nach Behördenangaben rund 780 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen. Damit ist das Unglück der grösste Ölunfall der Geschichte.

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SDA-ATS