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New Orleans - Der britische Ölkonzern BP hat es offenbar geschafft, das Ölleck im Golf von Mexiko mit Schlamm zu versiegeln. Das Manöver "static kill" sei erfolgreich verlaufen, teilte BP am Mittwoch mit. Damit sei ein "bedeutender Meilenstein" erreicht worden.
Über Schiffe an der Meeresoberfläche sei etwa acht Stunden lang schwerer Bohrschlamm in die Ölquelle gepumpt worden. Nach Angaben von BP konnte dabei ein "hydrostatisches" Gleichgewicht erzielt werden: Der von oben in die Steigleitung gepresste Schlamm neutralisiert nun das heraufströmende Öl, so dass kein weiteres Öl austreten kann. Damit sei das gewünschte Ergebnis erreicht worden.
Der Zustand werde nun weiter genau beobachtet und dann entschieden, ob noch mehr Schlamm zugeführt werden müsse oder nicht, erklärte BP. Vor dem Einsatz hatten Ingenieure des Konzerns zwei Stunden lang entsprechende Tests durchgeführt.
Das Füllen des Lecks mit Schlamm ist allerdings erst der erste von mehreren Schritten zur endgültigen Versiegelung des Bohrlochs. In einem zweiten Schritt war geplant, Zement in die Steigleitung zu pressen.
BP werde nun mit Experten und mit Regierungsvertretern über das weitere Vorgehen beraten, teilte das Unternehmen weiter mit. Zu entscheiden sei nun, ob auf demselben Weg Zement in die Quelle gepumpt werden solle.
Nach dem "static kill" Einsatz soll zusätzlich die Versiegelungsmethode "bottom kill" angewendet werden: Dabei wird durch eine seitliche Entlastungsbohrung auch am unteren Ende der Bohrleitung Schlamm und Zement eingefüllt. Damit will BP Mitte August beginnen.
Eine Explosion auf der Ölplattform "Deepwater Horizon" hatte vor mehr als hundert Tagen zur schlimmsten Ölkatastrophe der Geschichte geführt. Seit dem 20. April sprudelten täglich Millionen von Litern Rohöl aus dem Leck in 1500 Metern Meerestiefe. Am 15. Juli konnte es schliesslich nach mehreren vergeblichen Anläufen provisorisch abgedichtet werden.

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SDA-ATS