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Moskau - Bei neuen schweren Waldbränden sind im Süden Russlands mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden. Rund 500 Gebäude gingen in den den Gebieten um die Stadt Wolgograd (früher Stalingrad) und Saratow in den Flammen auf.
Laut einem Sprecher des Katastrophenschutzministeriums in Moskau waren rund 20 Dörfer betroffen. Starke Winde hatten demnach vor allem um Wolgograd die Waldbrände neu angefacht. Dort seien 450 Gebäude abgebrannt, darunter etwa 330 Wohnhäuser. In Saratow wurden insgesamt 24 Häuser von den Flammen zerstört.
Obwohl es sich in Moskau nach der beispiellosen Hitzewelle im August inzwischen abgekühlt hat, lagen die Temperaturen in den südlichen Regionen in den vergangenen Tagen weiterhin bei rund 40 Grad Celsius.
Kremlchef Dmitri Medwedew wurde am späten Donnerstagabend über die dramatische Lage informiert, wie die Präsidialverwaltung nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte. Er sicherte zu, alles in Gang zu setzen, um die neuen Brände zu löschen.
Die Behörden hatten unlängst die schwersten Wald- und Torfbrände der russischen Geschichte für gelöscht erklärt. Nach den wochenlangen Bränden in vielen Teilen des Landes hatte der russische Regierungschef Wladimir Putin von kriegsähnlichen Zuständen gesprochen.
Mehr als 50 Menschen waren nach offiziellen Angaben gestorben, Tausende weitere wurden obdachlos. Die Umweltorganisation Greenpeace schätzt die Schäden auf mehr als 260 Milliarden Franken, viel höher als von den Behörden angegeben.
Insgesamt seien den Flammen mindestens zwölf Millionen Hektar und damit eine Fläche grösser als der gesamte Waldbestand Deutschlands zum Opfer gefallen. Die Katastrophe könne sich jederzeit wiederholen, hatte Greenpeace Ende August gewarnt. Forstexperten beklagen das Fehlen von Feuerschutz und Frühwarnsystemen.

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SDA-ATS