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Die riesige schwarze Rauchwolke über der Deponie unweit von Pomezia war bis in das etwa 30 Kilometer entfernte Rom zu sehen.

Keystone/EPA ANSA/MASSIMO PERCOSSI

(sda-ats)

Feuerwehrmannschaften sind am Samstag am zweiten Tag in Folge im Einsatz gewesen, um einen Grossbrand auf einer Abfallanlage in der Nähe von Rom zu löschen. Das Feuer wütete unweit von Pomezia, einem Industrievorort südlich der Ewigen Stadt.

Auf der Deponie werden Plastik, Papier und recyceltes Material gelagert. Der Sitz der Müllentsorgungsfirma EcoX, die Abfallrecycling betreibt, wurde komplett zerstört. Eine riesige schwarze Rauchwolke, die sich bei dem Brand entwickelt hatte, war bis in das etwa 30 Kilometer entfernte Rom zu sehen.

Häuser in der Nähe der Anlage in der Stadt Pomezia wurden evakuiert, Schulen geschlossen. Die ganze Nacht arbeitete die Feuerwehr, um die Flammen zu löschen. Ihre Arbeit wurde durch den dichten Rauch erschwert.

Ermittlung wegen Brandstiftung

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Brandstiftung. "Jede mögliche Brandursache wird geprüft", sagte der Bürgermeister von Pomezia, Fabio Fucci. Die Behörden untersuchten die Luft auf eventuelle Schadstoffe. Verletzte hat es laut Feuerwehr keine gegeben. Der Wind trieb den Rauch in Richtung Weinberge, Weiden und Gemüsefelder rund um die Ortschaft.

Der Umweltschutzverband Legambiente sprach vom schlimmsten Brand in einer Abfallanlage in Italien in den vergangenen Jahren. "Man muss alle möglichen Massnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt ergreifen", sagte der Präsident von Legambiente in der Region Latium, Roberto Scacchi. Er forderte weitreichende Ermittlungen, um festzustellen, ob der Brand gelegt worden sei.

Die Zerstörung der Abfallanlage droht die chronischen Probleme Roms bei der Abfallentsorgung zu verschärfen. Bürger klagen, dass sich in den vergangenen Wochen wieder verstärkt Unrat in der italienischen Hauptstadt türmte.

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SDA-ATS