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Ein offenbar vorsätzlich gelegter Kabelbrand hat am Montag in Berlin zu erheblichen Problemen im Zugverkehr geführt. Der S-Bahn- und Regionalverkehr in der Hauptstadt und ins brandenburgische Umland kam grossflächig zum Erliegen, Fernzüge fuhren zu spät.

Nach Angaben der Polizei ging in der Nacht eine oberirdische Kabelbrücke an einer Strasse am Berliner Ostbahnhof in Flammen auf. Dadurch war die Stromversorgung von Stellwerken, Signalen und Bahnhöfen gestört. Drei S-Bahnlinien fielen ganz aus, sechs weitere verkehrten nur eingeschränkt. Auch der Regional- und Fernverkehr in Richtung Osten und Südosten war beeinträchtigt.

Wegen des Stromausfalls waren auch die Lautsprecheranlagen und die Anzeigentafeln auf Bahnhöfen ausser Betrieb, sagte ein Bahnsprecher. Die Bahn schickte zusätzliche Mitarbeiter an die Bahnhöfe, um die Menschen dort auf dem Laufenden zu halten.

Auch Datenverkehr betroffen

Das Feuer an der Kabelbrücke beschädigte zudem mehrere Kommunikationskabel für den Datenverkehr. Am Morgen waren deshalb vorübergehend die Internetseiten der Bahn und der Bahntochter Schenker nicht erreichbar, wie die Bahn mitteilte. Online-Ticketbuchungen und Sitzplatzreservierungen seien zeitweise unmöglich gewesen.

Auch das Netz des Telekommunikationsanbieters Vodafone war gestört. Betroffen seien Internet- und Telefonanschlüsse von mehreren tausend Kunden, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag dem Rundfunk Berlin-Brandenburg

Es seien an der Kabelbrücke Spuren einer brennbaren Flüssigkeit gefunden worden, teilte die Polizei mit. Deshalb würden die Ermittler von einer vorsätzlichen Tat ausgehen.

Mögliches Bekennerschreiben

Der Anschlag hat dabei offenbar einen politischen Hintergrund. Die Polizei erklärte am Abend, sie gehe inzwischen von der "Authentizität" eines im Internet verbreiteten Bekennerschreibens aus. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Weitere Einzelheiten waren noch nicht bekannt. Nach Angaben der Polizei nennen die Verfasser des Bekennerschreibens zur Begründung ihrer Tat Themen wie "Anti-Atom", "Antimilitarismus" und "Antirassismus/Flüchtlingsproblematik".

Im November hatten militante Atomkraftgegner Feuer in einem Kabelschacht der Berliner S-Bahn gelegt und sich in einem Brief zu der Tat bekannt. Hintergrund waren damals Atommülltransporte per Bahn.

Anfang November hatte es einen ähnlichen Kabelbrand in Berlin gegeben. Damals hatte sich eine autonome Gruppe zum Anschlag bekannt. Die Bahn verurteilte die Tat als Zumutung für Hunderttausende Kunden.

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SDA-ATS