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Eduardo Kobra vor seinem Werk. (Archiv)

KEYSTONE/AP/ANDRE PENNER

(sda-ats)

Der brasilianische Künstler Eduardo Kobra steht kurz vor der Fertigstellung eines gigantischen Werkes. Es soll als das "grösste Graffito-Gemälde" aller Zeiten in die Geschichte eingehen.

Zusammen mit einem Team von angestellten Malern arbeitet der 41-Jährige seit zwei Monaten an einer Darstellung zum Thema Schokolade, die an der Schokoladenfabrik Cacau Show an einer Zufahrtstrasse nach São Paulo eine Fläche von mehr als 5700 Quadratmetern bedeckt.

"Selbst bei Tempo 100 auf der Autobahn kann jeder die Botschaft entschlüsseln", sagt Kobra. "Das Gemälde ist eine Hommage an die Menschen in der Kakao-Produktion und ihre enge Beziehung zum Amazonas."

In zwei Wochen soll das Wandgemälde fertig sein. Kobras Mitarbeiter nutzen dafür zwölf Plattformen, die mit Hilfe von Kränen in die Höhe gezogen werden. Für das Gemälde wurden bereits 4000 Sprühdosen und mehr als tausend Liter Lack verwendet.

Ein Ureinwohner paddelt auf dem Gemälde mit seinem bunt bemalten Boot und Kakaofrüchten als Ladung durch einen Schokoladenfluss. Bevor er sich für dieses Motiv entschied, hatte Kobra insgesamt zehn Entwürfe angefertigt, die alle vom Leben im Amazonas-Becken inspiriert waren.

Der Brasilianer hat umfangreiche Erfahrungen mit grossformatigen Bildern. Für die Olympischen Spiele, die 2016 in Rio de Janeiro stattfanden, fertigte er eine Darstellung der fünf Kontinente auf rund 3000 Quadratmetern an.

Der Chef von Cacau Show, Alexandre Costa, ist mit dem Wirken Kobras zufrieden. "Die Leute essen Schokolade und wissen nichts von der Arbeit, die dahinter steckt", sagte Costa.

SDA-ATS

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