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Nach Frankreich erreicht auch Belgien die WM-Halbfinals. Das Team von Trainer Robert Martinez bezwingt Rekordweltmeister Brasilien in Kasan 2:1.

Die Basis zum Sieg in einer äusserst attraktiven Partie legte Belgien in der ersten Halbzeit. Beim 1:0 war allerdings einiges Glück dabei, lenkte doch Fernandinho in der 13. Minute einen Eckball von Nacer Chadli mit dem rechten Oberarm ins eigene Tor ab. Es war erst das zweite Eigentor eines Brasilianers in der WM-Geschichte.

Umso schöner war dann das 2:0 (31.), das Kevin De Bruyne mit einem herrlichen Schuss von der Strafraumgrenze erzielte, nachdem die Brasilianer Romelu Lukaku viel zu viel Platz gelassen hatten. Somit kassierte die Seleção zum ersten Mal seit dem 30. März 2016 zwei Gegentore in einem Spiel.

Nach der Pause drückten die Brasilianer mächtig, mehr als der Anschlusstreffer durch einen Kopfball des kurz zuvor eingewechselten Renato Augusto (76.) gelang dem fünffachen Weltmeister aber nicht. In der 8. Minute war Thiago Silva am Pfosten gescheitert. Zudem hatten die Südamerikaner Pech, dass ihnen in der 55. Minute trotz Videobeweises ein klarer Penalty verwehrt wurde.

Der zweite Halbfinal-Einzug der Belgier an einer WM nach 1986 kommt dennoch nicht von ungefähr. Die "Roten Teufel", die im Achtelfinal gegen Japan ein 0:2 in ein 3:2 gedreht hatten, blieben zum 24. Mal in Serie ungeschlagen und weisen als einzige Mannschaft an diesem Turnier eine makellose Bilanz aus. Die letzte Niederlage kassierten sie an der EM 2016 in Frankreich beim 1:3 im Viertelfinal gegen Wales.

Nach dem dritten Viertelfinal-Aus der Brasilianer an den letzten vier Weltmeisterschaften ist auch klar, dass ein europäisches Team den WM-Pokal am 15. Juli in die Höhe stemmen wird. Belgiens Halbfinal-Gegner am Dienstag in St. Petersburg ist Frankreich, das neben England als einziges von den sechs noch im Turnier stehenden Mannschaften schon einmal den WM-Titel geholt hat.

Es ist das fünfte Mal an einer Fussball-WM, dass alle vier Halbfinalisten aus Europa kommen. Zuletzt gab es das 2006, zuvor war dies 1934, 1966 und 1982 der Fall gewesen. In den Viertelfinals vom Samstag treffen Schweden und England sowie Russland und Kroatien aufeinander.

Telegramm:

Brasilien - Belgien 1:2 (0:2)

Kasan. - 42'873 Zuschauer. - SR Mazic (SRB). - Tore: 13. Fernandinho (Eigentor) 0:1. 31. De Bruyne 0:2. 76. Renato Augusto 1:2.

Brasilien: Alisson; Fagner, Thiago Silva, Miranda, Marcelo; Paulinho (73. Renato Augusto), Fernandinho, Philippe Coutinho; Willian (46. Firmino), Gabriel Jesus (58. Douglas Costa), Neymar.

Belgien: Courtois; Meunier, Alderweireld, Kompany, Vertonghen; Fellaini, Witsel, Chadli (83. Vermaelen); Lukaku (87. Tielemans), De Bruyne, Eden Hazard.

Bemerkungen: Brasilien ohne Casemiro (gesperrt) und Danilo (verletzt). 8. Pfostenschuss Thiago Silva. Verwarnungen: 47. Alderweireld (Foul). 71. Meunier (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 85. Fernandinho (Foul). 90. Fagner (Foul).

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SDA-ATS