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Bratislava antwortet Budapest mit Gegengesetz zu Staatsbürgerschaft

Dieser Inhalt wurde am 26. Mai 2010 - 13:23 publiziert
(Keystone-SDA)

Bratislava - Die slowakische Regierung hat Gegenmassnahmen gegen das ungarische Staatsbürgerschaftsgesetz beschlossen. Wer künftig "freiwillig die Staatsbürgerschaft eines anderen Staates beantragt", verliert nach deren Zuteilung die Staatsbürgerschaft der Slowakei.
Mit diesem vorgelegten Gesetz, dem formell noch das Parlament in Bratislava zustimmen muss, sollen vor allem Angehörige der ungarischen Minderheit in der Slowakei davon abgehalten werden, die ungarische Staatsbürgerschaft anzunehmen.
Die Slowakei, die bis zum Friedensvertrag von Trianon 1920 zum Königreich Ungarn gehörte, fühlt sich durch jüngste Schritte der neuen ungarischen Parlamentsmehrheit in ihrer Integrität bedroht.
Budapest will ethnischen Ungarn in den Nachbarländern die ungarische Staatsbürgerschaft anbieten, auch wenn diese nie einen Wohnsitz auf heutigem ungarischem Staatsgebiet hatten.
Die Slowakei sieht darin den Versuch der neuen nationalkonservativen Parlamentsmehrheit in Ungarn, bisher slowakische Staatsbürger mit ungarischer Muttersprache für sich zu vereinnahmen.

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