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Braunbär M13 hat den Kanton Graubünden offenbar definitiv verlassen. Das zweieinhalbjährige Männchen, das seit Anfang Mai nicht mehr auf Bündner Gebiet gesichtet wurde, befindet sich in Italien.

Ende Mai sei M13 auf der lombardischen Seite des Stelvio Nationalparkes genetisch nachgewiesen worden, teilte der WWF Schweiz am Donnerstag mit. M13 war nach seiner Einwanderung aus Oberitalien am Ostersamstag im Unterengadin erstmals auf Schweizer Boden beobachtet worden.

Nachdem der Einwanderer Ende April im Unterengadin von einer Lokomotive der Rhätischen Bahn angefahren worden war, wurde er praktisch den ganzen Monat Mai über nicht mehr gesehen. "Der Zusammenstoss mit dem Zug muss M13 nachhaltig erschreckt haben, und er hat ihn mit Bestimmtheit vorsichtiger gemacht", sagte Joanna Schoenenberger, Bärenexpertin des WWF Schweiz.

Neugierige Jungbären wie M13 müssten zuerst schlechte Erfahrungen machen mit Menschen, bevor sie vorsichtiger würden, sagte Schoenenberger weiter. Im italienischen Trentino seien kaum alte Bärenmännchen zu sehen. Sie gingen den Menschen aus dem Weg.

Gemäss dem WWF streift auch der Bruder von M13, M12, in Italien umher. Der dritte Bär des gleichen Wurfs, M14, ist tot. Er wurde auf der Brennerautobahn von einem Auto überfahren.

SDA-ATS