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Brennender Güterzug im Simplontunnel unter Kontrolle

Im Simplontunnel sind am frühen Morgen mehrere Wagen eines BLS-Güterzuges in Brand geraten. Verletzt wurde niemand. Erst am Abend konnte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle bringen. Wann wieder Züge durch den Simplon fahren, ist nicht klar.

Ausgebrochen war das Feuer am Morgen kurz vor 6 Uhr in einem einzelnen Güterwagen, der mit Stahl- und Keramikprodukten beladen war. Wegen der grossen Hitze im Tunnel brach auch in weiteren Wagen des Güterzuges Feuer aus, das laut SBB-Sprecher Christian Ginsig erst gegen 18 Uhr unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Insgesamt blieben noch zehn Wagen im Tunnel stecken, nachdem es den Rettungskräften gelungen war, die Lokomotive und die fünf vordersten Wagen aus dem Tunnel nach Brig zu fahren. Die Brandstelle befindet sich rund drei Kilometer vom Südportal des 20 Kilometer langen Tunnels entfernt auf italienischem Boden.

Der Lokomotivführer konnte sich in Sicherheit bringen. Der Güterzug der BLS Cargo war von Italien nach Deutschland unterwegs und führte Haushaltgeräte, aber kein Gefahrengut mit. Über die Ursache des Feuers konnten SBB und BLS noch keine Angaben machen.

Drei Löschzüge

Die Löscharbeiten gestalteten sich äusserst schwierig, weil sich im Tunnel eine enorme Hitze entwickelte. Im Einsatz standen drei Löschzüge von SBB und BLS mit insgesamt rund 50 Feuerwehrleuten. Wegen der Luftströmung im Tunnel trat der Rauch im Süden aus, so dass die Löschaktion vom Norden aus durchgeführt wurde.

Ausser zwei Löschzügen der SBB aus Bern und Brig VS war zunächst auch der Löschzug für den Lötschbergbasistunnel von Frutigen BE herbeigerufen worden. Deswegen war auch der Basistunnel nicht befahrbar, bis am Nachmittag ein weiterer SBB-Löschzug aus Lausanne den BLS-Löschzug ablöste.

Zustand noch unklar

Wie gross der Schaden ist, den das Feuer im alten Simplontunnel angerichtet hat, konnte Ginsig nicht sagen. Nachdem der Brand hatte unter Kontrolle gebracht werden können, machten sich am Abend Experten in den Tunnel auf, um den Zustand der zweiten, nicht direkt vom Brand betroffenen Röhre untersuchen zu können. Von ihrer Beurteilung hängt ab, ob ab Freitag wieder Züge durch den Simplon fahren.

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