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Die britischen Wähler haben mit klarer Mehrheit für die Beibehaltung des Mehrheitswahlrechts gestimmt. Die Liberaldemokraten von Vizepremier Nick Clegg, die sich für eine Änderung des Wahlrechts stark gemacht hatten, erlitten auch bei den Kommunalwahlen eine schwere Schlappe.

Nach Auszählung aller 440 Wahlkreise stand die Ablehnung der Wahlrechtsreform eindeutig fest. 67,9 Prozent (13 Millionen Wähler) stimmten dagegen, 32,1 Prozent Prozent (6,1 Millionen Wähler) dafür. Die Wahlbeteiligung lag bei 42 Prozent

Die Liberaldemokraten, Juniorpartner in der seit dem 11. Mai 2010 regierenden Koalition, hatten sich seit langem für eine Wahlrechtsreform ausgesprochen und das Referendum zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung gemacht.

Auch bei den Kommunalwahlen, die in einem Drittel der Städte und Gemeinden stattfanden, unterlagen die Liberalen deutlich. Die Partei verlor ersten Ergebnissen zufolge die Mehrheit in ihrer Hochburg Sheffield an die Labour-Partei.

In Manchester, wo sie bisher mit zwölf Abgeordneten im Stadtrat vertreten waren, werden die Liberalen dem Gremium künftig nicht mehr angehören. Weitere Ergebnisse legten die Vermutung nahe, dass die Partei ihr schlechtestes Ergebnis seit den 1980er Jahren einfuhr. Grund dafür sind nach Meinung von Beobachtern unter anderem mehrere von den Liberaldemokraten gebrochene Wahlversprechen.

In Schottland, wo parallel ein neues Regionalparlament gewählt wurde, trug die Schottische Nationalpartei (SNP) mit 69 von 129 Sitzen einen klaren Wahlsieg davon. Sie hatte bisher eine Minderheitsregierung geführt und konnte der oppositionellen Labour-Partei eine Reihe von Sitzen wegnehmen.

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SDA-ATS