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Das Parlamentsgebäude in London: Fast täglich kommen hier neue Vorwürfe sexueller Belästigung ans Licht. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN

(sda-ats)

Der Skandal im britischen Parlament um sexuelle Belästigung weitet sich nach dem Rücktritt des konservativen Verteidigungsministers Michael Fallon weiter aus. Ein Parlamentarier der Labour-Partei wurde am Donnerstag vorübergehend von der Partei ausgeschlossen.

Er soll sich einer Parteikollegin gegenüber "unangemessen" verhalten und anzügliche Text-Nachrichten geschickt haben. Kritik wurde auch an Labour-Chef Jeremy Corbyn laut, der den beschuldigten Abgeordneten noch nach Bekanntwerden der Vorwürfe in seine Schattenregierung berufen hatte.

Die britische Premierministerin Theresa May stellte am Freitagabend einen überarbeiteten Verhaltenskodex für konservative Politiker vor. Unter anderem soll eine Beschwerde-Hotline Opfern von sexuellen Übergriffen eine Anlaufstelle bieten.

In einem Brief an Parlamentssprecher John Bercow forderte die Premierministerin gleichzeitig parteiübergreifende Mechanismen, um Belästigungsvorwürfen nachzugehen. Am kommenden Montag will sie mit den Chefs der anderen Parteien im britischen Parlament über Konsequenzen aus dem Skandal beraten.

Täglich neue Vorwürfe

Fast täglich werden neue Vorwürfe bekannt. In der konservativen Fraktion des Unterhauses zirkuliert laut britischen Medien eine Liste mit etwa 40 Abgeordneten, denen "unangemessenes Verhalten" vorgeworfen wird.

Dazu soll auch Mays Kabinettschef Damian Green gehören. Er soll einer Journalistin während eines Pub-Besuchs ans Knie gefasst und ihr später eine anzügliche Nachricht geschickt haben. Green streitet das vehement ab. Mehrere britische Medien gaben an, dass ihnen die Liste vorliege.

Ausgelöst wurde die Debatte über sexuelle Übergriffe in Grossbritannien vom Skandal um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein in den USA.

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SDA-ATS